Für 80 Prozent der Nächtigungen wird schon mitgezahlt .Trotzdem hat man in den Städten wenig Lust auf Guest Pass. Dennoch liege man laut Tourismuslandesrat Arnold Schuler mit 80 Prozent der Nächtigungen, bei denen für die Mobilität der Gäste gezahlt wird, bereits weit über dem für das laufende Jahr angepeilte Ziel. <h3> Ziel bereits übertroffen</h3>17 bis 18 Millionen Euro fließen heuer ans Mobilitätskonsortium des Landes – Geld, das Hoteliers bzw. Tourismusvereine für den Südtirol Guest Pass ihrer Gäste bezahlt haben, Geld, das wieder in den öffentlichen Nahverkehr fließt. Damit liegt man weit über der Summe, die für das laufende Jahr, das erste seit Einführung der landesweit einheitlichen Gästekarte, veranschlagt worden ist. „Für das erste Jahr war geplant, dass für mindestens 70 Prozent der Nächtigungen Geld abgeführt wird. Jetzt sind wir schon bei 80 Prozent und ab April kommenden Jahres bei 90 Prozent – so viel wie eigentlich für 2025 angepeilt“, freut sich Andreas Dorfmann, Präsident des Mobilitätskonsortiums. <BR /><BR />Dabei beteiligen sich längst noch nicht alle der 72 Tourismusvereine im Land am Südtirol Guest Pass. Vor allem im städtischen Bereich scheinen die Touristiker noch wenig Lust zu haben, für die Mobilität ihrer Gäste mitzubezahlen. Zwar hat inzwischen auch die Meraner Kurverwaltung beschlossen, ab 1. Jänner dem Guest Pass beizutreten. In Bozen aber verwehrt man sich aber nach wie vor dagegen.<h3> Erfolg durch Überzeugungsarbeit</h3>„Natürlich beteiligen sich nicht alle, auch weil eben nicht alle Gäste gleichermaßen von den Dienstleistungen, die man mit der Gästekarte in Anspruch nehmen kann, profitieren“, sagt Tourismuslandesrat Arnold Schuler. Aber auch wenn sich längst nicht alle Betriebe im Land an der Finanzierung des Südtirol Guest Pass beteiligen, sei er bereits jetzt mehr als zufrieden. Dank Überzeugungsarbeit sei es nämlich gelungen, Hoteliers und Gastwirte zum Mitmachen zu überzeugen.<BR /><BR />Sophia Oberjakober, Direktorin des Mobilitätskonsortiums, ist jedenfalls überzeugt davon, dass immer mehr Betriebe und auch Tourismusvereine in den Südtirol Guest Pass einsteigen werden. Dadurch fließe über diese Schiene immer mehr Geld in den öffentlichen Nahverkehr, denn zusätzlich zur steigenden Zahl jener, die in den Topf einzahlen, wird auch der Tarif bis 2026 schrittweise angehoben – von derzeit 50 auf 66 Cent je Nächtigung. <h3> Touristen fahren nicht billiger</h3>Und der Nahverkehr profitiere laut Oberjakober in jedem Fall, denn unabhängig davon, ob der Gast den Pass nutzt oder nicht, werde pro Nächtigung bezahlt. „Und wenn ein paar einzelne nicht mitmachen, ist das für die Gesamtheit der Betriebe immer noch billiger, als dem Land einen höheren Tarif zu bezahlen“, ist Dorfmann überzeugt. Dass Gäste billiger fahren als die Einheimischen stimme jedenfalls nicht. Denn bezahlt wird immer – unabhängig davon, ob der Gast die Karte nutzt oder nicht.