Lesen Sie hier was der 19-jährige Maturant Jakob Plattner über seine Nervosität und seinen Erfolg beim Sprachwettbewerb sagt. <b>Von Margit Piok</b><BR /><BR /><b>Herr Plattner, wie ist das Finale gelaufen?</b><BR />Jakob Plattner: Ich denke, ich kann mit dem siebten Platz zufrieden sein. Vielleicht wäre auch mehr drinnen gewesen, aber ich kann mich nicht beklagen. Darüber sollte man sich nicht den Kopf zerbrechen.<BR /><BR /><b>In welcher Sprache sind Sie angetreten, und wie läuft ein solches Finale ab?</b><BR />Plattner: Ich bin beim Englischwettbewerb angetreten. Die Finalisten mussten einen Text verfassen. Dafür hatte man 2 Stunden Zeit und die Textsorte konnte man frei wählen. Nur das Thema und die maximale Anzahl an Wörtern wurden vorgegeben. Dieser Text wurde dann nach bestimmten Kriterien, wie zum Beispiel Sprachkorrektheit und Kreativität bewertet, und zusammen mit dem Ergebnis vom Halbfinale ergab das die finale Wertung.<BR /><b><BR />Wie haben Sie sich darauf vorbereitet?</b><BR />Plattner: Ich habe nochmals ein paar Passagen aus einigen englischen Büchern gelesen, die mir besonders gefallen hatten – hauptsächlich Werke von George Orwell – und habe im Zug nach Urbino noch ein wenig in einem Stilratgeber für Englisch geblättert.<BR /><BR /><b>Haben Sie ein besonderes Sprachentalent oder sind Sie besonders fleißig?</b><BR />Plattner: Weder noch. Englisch ist eine Sprache, mit der ich mich schon seit frühester Kindheit im Alltag viel befasst habe – vor allem im Internet. Über längere Zeit lernt man dann die Sprache auf ganz natürliche Art. Da war nie viel aktives Bemühen dabei.<BR /><BR /><b>Welche Herausforderungen haben Sie während des Wettbewerbs erlebt und wie sind Sie damit umgegangen?</b><BR />Plattner: Das Thema war etwas überraschend. Man musste die Bilder von 3 bestimmten Spielkarten aus dem Brettspiel Dixit in den Text einbauen. Da musste ich ein wenig nachdenken, wie ich am besten vorgehen sollte. Ansonsten hatte ich nur etwas mit Nervosität zu kämpfen.<BR /><b><BR />Haben Sie einen Geheimtipp fürs schnelle und leichte Lernen von Fremdsprachen?</b><BR />Plattner: Ich würde jedem empfehlen, der versucht eine Sprache zu lernen, sich jeden Tag mit der Sprache zu befassen. Es muss nicht lange sein, eventuell nur 5 bis 10 Minuten. Es sollte etwas sein, dass einem Spaß macht: ein Kapitel eines Buches lesen oder eine Fernsehserie in der Fremdsprache zu schauen, auch mit Untertiteln, eignen sich dafür gut. Wenn man sich nur mit Grammatik befasst, wird es sehr schnell sehr anstrengend und dann besteht die Gefahr, dass man aufgibt. Es ist besser etwas langsamer zu sein und dabei Spaß zu haben, als nach einigen Wochen aufzugeben.<BR /><BR /><b>Wie geht es nach der Matura für Sie weiter?</b><BR />Plattner: Ich möchte gerne in Wien Informatik studieren und dann Software-Entwickler werden.