Dienstag, 25. Mai 2021

11. Todestag: Magnago-Büste für das Palais Widmann

Anlässlich des 11. Todestages von Altlandeshauptmann Silvius Magnago hat Magnagos Familie dem Landeshauptmann Kompatscher eine Büste übergeben.

Die Büste von Altlandeshauptmann Silvius Magnago wird am Sitz der Landesregierung im Palais Widmann einen würdigen Platz erhalten.
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Die Büste von Altlandeshauptmann Silvius Magnago wird am Sitz der Landesregierung im Palais Widmann einen würdigen Platz erhalten. - Foto: © LPA/Fabio Brucculeri
Silvius Magnago, Landeshauptmann von Südtirol von 1960 bis 1989, ist am 25. Mai 2010 im Alter von 96 Jahren in Bozen gestorben. In seiner Amtszeit führte Magnago die Verhandlungen zum sogenannten „Südtirol-Paket“ und gilt als „Vater“ der Südtirol-Autonomie.

Den 11. Todestag des Altlandeshauptmannes nahmen die Angehörigen von Silvius Magnago, Christl Rabanser und Hansjörg Dell’Antonio, zum Anlass, dem Land Südtirol eine Büste zu überlassen. Die Initiative dazu war von Martha Stocker, der Präsidentin der Dr.-Silvius-Magnago-Stiftung, ausgegangen.

Die Büste aus Bronze von Silvius Magnago stammt aus dessen Nachlass und war von Heidrun Streiter Potzler im Jahre 1950 angefertigt worden. Eine Kopie der Büste befindet sich am Grab von Silvius Magnago im Friedhof von Oberau, eine weitere am Panoramaweg am Bergisel.


Zu der Plastik wurde bei einer Ausstellung des Künstlerbundes am Dominikanerplatz in Bozen im Juni 1952 festgehalten, dass der Künstlerin „das Portrait in Bronze in der Erfassung der charakterlichen Persönlichkeit Dr. Magnagos ausgezeichnet gelungen“ sei.

„Es ist mir eine große Ehre, für das Land Südtirol diese Büste Silvius Magnagos entgegennehmen zu dürfen“, sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der Übergabe am heutigen Dienstag im Landhaus 1 in Bozen. „Dieser werden wir am Sitz der Landesregierung im Palais Widmann einen würdigen Platz geben.“

Die Bildhauerin und Malerin Heidrun Potzler Streiter wurde 1923 in Bozen geboren und war die Urenkelin des ehemaligen Bozner Bürgermeisters Joseph Streiter sowie des Malers Josef Moroder-Lusenberg. Nach der Schnitzschule in St. Ulrich besuchte sie die Akademie der Bildenden Künste in Wien sowie jene in München.

1956 heiratete sie den Bildhauer Karl Potzler und lebte und arbeitete mit ihm in München. Von Karl und Heidrun Potzler stammt beispielsweise der „Vogelbrunnen“ beim Sendlinger Tor in München.

lpa