Donnerstag, 31. März 2022

2 neue Dekrete aus Rom: Bezahlte Elternzeit, bis das Kind 12 ist

Die Zeitspanne, in der Eltern in Italien künftig bezahlte Elternzeit in Anspruch nehmen können, ist verdoppelt worden: von 6 auf 12 Jahre. Insgesamt 9 Monate Elternzeit gewährt Rom in dieser Zeit. Eine Entschädigung von 30 Prozent des Gehalts ist vorgesehen.

Rom hat bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf nachgebessert. - Foto: © shutterstock

Die Regierung hat 2 Entwürfe für Gesetzesdekrete zur Umsetzung europäischer Richtlinien gebilligt, die „die Rechte der Arbeitnehmer erweitern und Maßnahmen zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen einführen“, wie die Nachrichtenagentur Ansa schreibt.

Die Verordnungen sehen eine Anhebung der Altersgrenze des Kindes von 6 auf 12 Jahre vor, für die ein Elternurlaub mit Teilabgeltung beantragt werden kann.

Außerdem werden die Monate des Elternurlaubs, für die eine Entschädigung (30 Prozent des Gehalts) gezahlt wird, von 6 auf insgesamt 9 erhöht.

Das Recht auf Elternurlaub für Alleinerziehende wird von 10 auf 11 Monate verlängert. Bisher galt die Verlängerung auf 11 Monate nur im Falle der Nutzung durch beide Elternteile, wobei der Vater 5 Monate nutzen konnte.

Mehr Flexibilität: Auch für Selbstständige und Freiberuflerinnen

30 Prozent des Gehalts, in Form von 3 übertragbaren Monaten für jeden Elternteil, bei einer Gesamtdauer von 6 Monaten, sollen ausbezahlt werden: Darüber hinaus gibt es einen weiteren Zeitraum von 3 Monaten, der zwischen den Eltern übertragbar und alternativ zwischen ihnen nutzbar ist – auch während dieses Zeitraums bekommen Eltern 30 Prozent ihres Gehalts.

Die Entschädigung, die Eltern alternativ für den Zeitraum der Verlängerung des Elternurlaubs auf bis zu 3 Jahre für ein schwerbehindertes Kind zusteht, beträgt ebenfalls 30 Prozent.

Arbeitsminister Andrea Orlando erläutert, dass „das Alter des Kindes, bis zu dem Eltern, einschließlich Adoptiv- und Pflegeeltern, Elternurlaub nehmen können, der unter den soeben beschriebenen Bedingungen abgegolten wird, von 6 auf 12 Jahre angehoben wurde“ und dass „der Anspruch auf Mutterschaftsleistungen auf Selbständige und Freiberuflerinnen ausgedehnt wurde, auch für Zeiten des vorzeitigen Ausscheidens aufgrund einer Risikoschwangerschaft“.

stol

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