Dienstag, 19. November 2019

4. Kinderlandtag eröffnet: „Heute redet ihr, und wir hören zu“

Rund 400 Kinder diskutieren 4 Tage lang über die Kinderrechte laut UN-Konvention. Am Dienstag haben Kinder aus (fast) allen Teilen des Landes im Plenarsaal Platz genommen, um an der 4. Ausgabe des Kinderlandtags teilzunehmen, einer Initiative der Katholischen Jungschar Südtirols in Zusammenarbeit mit dem Landtag.

Am Dienstag haben Kinder aus (fast) allen Teilen des Landes im Plenarsaal Platz genommen,
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Am Dienstag haben Kinder aus (fast) allen Teilen des Landes im Plenarsaal Platz genommen, - Foto: © Landtag

„Es ist mir eine Ehre, euch im Landesparlament zu empfangen. In diesem Saal diskutieren wir, auch heftig, bevor wir Entscheidungen treffen. Heute redet ihr, und wir hören zu.“ So begrüßte Landtagspräsident Josef Noggler die Kinder und dankte, auch im Namen von Vizepräsidentin Rita Mattei, Kinder- und Jugendanwältin Daniela Höller, den 3 Landesschuldirektionen, dem Südtiroler Jugendring, Landesrat Achammer und seinem Ressort sowie den anwesenden Abgeordneten und Generalsekretär Zelger für ihre Mitarbeit.

„Willkommen in diesem Saal, in dem die Gesetze verabschiedet werden. Hier wird diskutiert, manchmal auch laut, aber am Ende muss man zu einer Einigung kommen. Wichtig für die Abgeordneten ist auch die Unterstützung durch Fachleute. Jetzt seid ihr die Fachleute – ihr macht eure Vorschläge, und wir hören zu.“ „Eines der wichtigsten Rechte der UN-Kinderrechtskonvention ist das Recht, seine Meinung zu äußern und gehört zu werden, und wir sind gespannt, was ihr uns nach euren Beratungen zu sagen habt“, fügte Vizepräsidentin Rita Mattei hinzu und dankte den Kindern für das zahlreiche Erscheinen.





Die KJS-Vorsitzenden Julia Leimstädtner und Alexandra Felderer stellten ihre Organisation als Lobby der Kinderinteressen vor und begannen zum Aufwärmen mit einem Quiz über den Landtag und über die Kinderrechte, der bei fast allen Fragen mit Bravour bestanden wurde.


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Arbeitsgruppen

Am Dienstag wurden auch die Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit den einzelnen Kinderrechten laut UN-Konvention befassen: das Recht, nicht diskriminiert zu werden, die Rechte auf Gesundheitsschutz, auf Bildung, auf Spiel und Freizeit, auf Überleben und Entwicklung, auf Minderheitenschutz und auf einen angemessenen Lebensstandard.

Einige Themen können erst in den nächsten Tagen besprochen werden, da am Dienstag das Pustertal wetterbedingt nicht vertreten war. Am Mittwoch werden neue Gruppen dazustoßen, insgesamt werden fast 400 Teilnehmer erwartet. Der Kinderlandtag tagt auch am Dienstagnachmittag (14.30 bis17.30 Uhr), morgen (9 bis12 Uhr), am Donnerstag (9 bis12 u. 14.30 bis17.30 Uhr) und am Freitag (9 bis12 Uhr).

Am morgigen Mittwoch, 20. November, am Internationalen Tag der Kinderrechte, versammeln sich die Kinder um 12 Uhr vor dem Landtag und lassen bunte Luftballone steigen, an jedem hängt ein Kärtchen mit Kinderrechten. Am Freitag, 10.45 Uhr, wieder im Plenarsaal, werden die Ergebnisse vorgestellt.

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lpa