Dies verzögert die Billigung der „Manovra“, die bis Ende des Jahres auch noch vom Senat verabschiedet werden muss. Bedenken erhoben die Finanzexperten der Kammer über einen Artikel, mit dem die Regierung den italienischen Gemeinden 450 Millionen Euro zur Eindämmung der zusätzlichen Energiekosten zur Verfügung stellen will. Problematisch sind laut den Experten der „Ragioneria“, den Buchprüfern der Kammer, auch zusätzliche Finanzierungen in Höhe von 10 Millionen Euro für den nationalen Onkologie-Plan in den Jahren 2023 und 2024.<h3> Bedenken zur Finanzierbarkeit der Frauenrente</h3> Bedenken wurden außerdem über die Finanzierbarkeit der sogenannten „Opzione donna“ erhoben, die berufstätigen Frauen und Müttern erlauben soll, früher in den Ruhestand zu treten.<BR /><BR /> Bei der Reform des Zivilprozesses hat die Kammer indes beschlossen, dass die in der „Cartabia-Justizreform“ enthaltenen Teile der zivilrechtlichen Vorschriften nicht mehr am 30. Juni, sondern bereits am 28. Februar in Kraft treten.<BR /><BR /> Ex-Kulturminister Dario Franceschini kritisierte den Beschluss der Regierung Meloni, den Kulturbonus „18app“ für 18-Jährige nur Jugendlichen aus Familien mit einem Einkommen unter 50.000 Euro zu gewähren. „Die ,18app‘ hat den Kulturkonsum grundlegend gefördert: Von 2016 bis 2022 haben fast 2,5 Millionen junge Menschen davon profitiert und in 7 Jahren insgesamt fast 1,1 Milliarden Euro für Bücher, Musik, Theater, Kino, Museen und archäologische Parks ausgegeben. Die Senkung der Zahl der Begünstigten und die Einführung von Einkommensgrenzen bedeuten eine Verzerrung des symbolischen Wertes dieses Mittels zur Kulturförderung. Der Kulturbonus muss wie bisher aufrecht erhalten bleiben“, forderte Franceschini, der einen Missbrauch mit den Geldern für den Kulturbonus dementierte.