Dienstag, 30. November 2021

Südtirol wird gelb: Mit „Super Green Pass“ keine roten Gemeinden mehr

Die Corona-Lage in Südtirol wird zusehends schwieriger: Am Freitag werde das Land „sicherlich zur gelben Zone erklärt werden“, sagte Gesundheitslandesrat Thomas Widmann bei der Pressekonferenz nach der Sitzung der Landesregierung am Dienstagmittag. Für Südtirol werde sich dadurch aber nichts Wesentliches ändern. Ab dem 6. Dezember gelte im Land ohnehin der „Super Green Pass“ (2G-Regel). Gute Nachrichten gibt es für die „roten Gemeinden“.

Gesundheitslandesrat Thomas Widmann kündigte eine neue Impf-Offensive an. Details sollen am Donnerstag veröffentlicht werden.
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Gesundheitslandesrat Thomas Widmann kündigte eine neue Impf-Offensive an. Details sollen am Donnerstag veröffentlicht werden.
„Wir haben die Maskenpflicht im Freien ja bereits vorgezogen“, erläuterte Landeshauptmann Arno Kompatscher. Die neue Anti-Covid-Verordnung des Landes sei bereits in Ausarbeitung, kündigte er an.

Mit der landesweiten Einführung des „Super Green Pass“ am 6. Dezember würden neue Freiheiten gewährt, kündigte Landeshauptmann Kompatscher an: „Für die Gemeinden mit erhöhter Inzidenz (so genannte ,rote Gemeinden‘, Anm. d. Red.) werden dann die strengeren Regeln aufgehoben.“



Tatsächlich steigen die Infektionszahlen kontinuierlich an: „Wir haben heute 470 Corona-Positive. Die Situation ist nach einem kurzen Plateau wieder leicht schlechter werdend. Auf den Intensivstationen werden 12 Patienten behandelt, 99 auf den Normalstationen. Außerdem haben wir noch einige Patienten in Privatkliniken“, erklärte Widmann.

Begrüßenswert sei, dass es einen großen Ansturm auf die Impfangebote gebe, sagten Kompatscher und Widmann unisono. „Das war in diesem Umfang nicht zu erwarten. Deshalb haben wir beschlossen, unser Angebot auf 25.000 Impfmöglichkeiten pro Woche zu potenzieren“, kündigte Widmann an. Wie berichtet, wird es am Donnerstag zur neuen Impf-Offensive eine eigene Pressekonferenz geben. „Viele Player sind wieder im Boot: Zivilschutz, Gemeinden, Apotheken“, erläuterte Widmann.

„Es ist wichtig, für viele Menschen einfache Möglichkeiten zum Impfen zu schaffen“, sagte auch der Landeshauptmann.

kn