Dienstag, 05. Mai 2020

Conte: „Ich ignoriere die Bedürfnisse der Regionen nicht“

In der nun begonnen Phase 2 der Coronakrise nimmt der Druck auf die italienische Regierung zu. Immer mehr Regionen fordern, bei der Rückkehr in die Normalität mitbestimmen zu dürfen. „Ich verschließe mich deren Vorschlägen nicht“, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte nun in einem Interview.

Ministerpräsident Giuseppe Conte steht zunehmend unter Druck.
Ministerpräsident Giuseppe Conte steht zunehmend unter Druck. - Foto: © ANSA / FILIPPO ATTILI UFFICIO STAMPA PA
„Bis zum 17. Mai gelten die Bestimmungen aus dem jüngsten Regierungsdekret und ich bin überzeugt, dass die Infektionskurve durch die Einhaltung der Regeln weiter gesenkt werden kann“, sagte Conte dem Portal Affaritaliani.it.

Gleichzeitig nahm er Stellung zum Wunsch der Regionen und verschiedener Berufsgruppen nach einer früheren Öffnung. „Ich ignoriere deren Forderungen nicht. Wir arbeiten auch daran. Priorität hat aber stets die Gesundheit und der Schutz der gesamten Bevölkerung.“

Im Gespräch reagierte der Ministerpräsident ferner auf Spannungen zwischen den Mehrheitsparteien und stellte klar: „Eine politische Instabilität wäre ein großer Schaden für das Land im Hinblick auf den Neustart. Sie hätte unweigerlich eine Schwächung unserer Position in Europa in dieser entscheidenden Phase für die Zukunft zur Folge.“

Daher rief Conte vor allem zur Zusammenarbeit auf. „Uns erwartet eine anspruchsvolle Aufgabe und alle dürfen und sollen ihren wertvollen Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten“, sagte der Ministerpräsident.

stol/ansa

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