Freitag, 15. Mai 2020

Franz Ploner zum Vorsitzenden des U-Ausschusses gewählt

Am heutigen Freitag trat der Untersuchungsausschuss zur Covid-Schutzausrüstung in neuer Besetzung zusammen. Dabei wurde Franz Ploner von Team K zum Vorsitzenden gewählt.

Franz Ploner ist zum Präsidenten des Masken-U-Ausschuss gewählt worden.
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Franz Ploner ist zum Präsidenten des Masken-U-Ausschuss gewählt worden. - Foto: © ACEROJP
Auf Ploner fielen – nach gewichtetem Stimmrecht – 15 Stimmen, 19 Stimmzettel blieben weiß, 1 Stimme bekam Brigitte Foppa. Zu seinem Stellvertreter wurde Gerhard Lanz (SVP) gewählt, zur Schriftführerin Brigitte Foppa (Grüne).

„Die Wahl ist gefallen, und ich habe den Auftrag angenommen“, erklärt Franz Ploner nach der Sitzung, „ich sehe mich als Moderator und möchte alle einbinden, sowohl Regierungsparteien wie Opposition. Ich möchte nun die Arbeiten schnell und zügig aufnehmen, am Ende soll ein guter Bericht stehen.“

Laut Geschäftsordnung steht der Vorsitz der Opposition zu. Deren Vertreter im Ausschuss hatten sich im Vorfeld geeinigt, Franz Ploner vom Team K dafür vorzuschlagen. Dies wurde der Präsidentin des Untersuchungsausschusses, Rita Mattei, mitgeteilt – und auch, dass keiner der anderen Oppositionsvertreter für den Vorsitz zur Verfügung steht. Das solle ein klares Signal sein.

„Für Franz Ploner haben wir uns entschieden, weil er als langjähriger Mediziner und ärztlicher Leiter eines unserer Krankenhäuser die Materie aus nächster Nähe kennt und sein Expertenwissen zur Verfügung stellen kann“, heißt es in der gemeinsamen Aussendung. Wie berichtet, ist die SVP gegen Ploner, weil sie ihn als ehemaligen Angestellten des Sanitätsbetriebes als befangen bewertet.

Jede Fraktion ist mit einem von ihr namhaft gemachten Mitglied im Ausschuss vertreten. Bei Abstimmungen hat jedes Mitglied so viele Stimmen wie seine Fraktion (gewichtetes Stimmrecht). Die Mitglieder sind: Gert Lanz, (SVP) Rita Mattei (Lega), Brigitte Foppa (Grüne), Sven Knoll (Süd-Tiroler Freiheit), Andreas Leiter Reber (Freiheitliche), Diego Nicolini (M5S), Sandro Repetto (PD), Alessandro Urzì (L'Alto Adige nel cuore) und Carlo Vettori (Alto Adige Autonomia).

Wie berichtet, hätte der Untersuchungsausschuss schon bei seiner konstituierenden Sitzung am Dienstag, 5. Mai, einen Vorsitz wählen sollen. Dazu kam es aber nicht, da Mitglied Paul Köllensperger bereits zu Beginn der Zusammenkunft seinen Rücktritt erklärte, was für allgemeine Empörung sorgte.



d/stol