<b>STOL: Herr Achammer, die Infektionen in Südtirols Schulen haben sich in den vergangenen Wochen vervielfacht. Droht den Schülern wieder ein Fernunterricht?</b><BR />Philipp Achammer: Ich bin der Meinung, dass wir punktuelle Maßnahmen setzen müssen und nicht für alle Schulen dieselben. Wir haben die Instrumente dafür. Wir machen ja das Schul-Screening, um im Zweifelsfall schnell reagieren zu können. <BR /><BR /><embed id="dtext86-51939004_quote" /><BR /><BR /><BR /><b>STOL: Sie sagen, man muss punktuelle Maßnahmen setzen. Aber die Infektionszahlen in den Schulen steigen rapide…</b><BR />Achammer: Das stimmt. In solchen Fällen greifen in den betroffenen Klassen die Quarantäneregel und in der Folge der Fernunterricht. Es wäre aber falsch, wenn wir jetzt sagen, alle Schulen und alle Schüler müssen ab sofort in den Fernunterricht wechseln. <BR /><BR /><BR /><b>STOL: Warum?</b><BR />Achammer: Weil es mit all den Maßnahmen – von Nasenflügeltest, über Maskenpflicht bis hin zur Abstandsregelung – kaum einen sicheren Ort gibt, als die Schule selbst. Wenn schon, dann passieren die Infektionen um die Schule herum, aber nicht in der Schule selbst. Die Schulen selbst sind kein Infektionstreiber. Daher wäre es falsch, alle Schüler in den Fernunterricht zu schicken. <BR /><BR /><BR /><b>STOL: Können Sie garantieren, dass es nicht wieder zu einem Fernunterricht kommt?</b><BR />Achammer: Garantieren kann man in einer Pandemie überhaupt nichts, das haben wir alle gesehen in den vergangenen Monaten. Aber wir werden alles dafür tun, um einen Wechsel aller Schüler in den Fernunterricht zu verhindern. Dazu müssen aber alle mithelfen. <BR /><BR /><BR /><b>STOL: Wie meinen Sie das?</b><BR />Achammer: Wenn sich die Leute an die Quarantäneregelung halten würden, – ein gewisser Teil hält sich nämlich gar nicht mehr daran – dann wäre die Schule sogar ein guter Ort, um Infektionsgeschehen ausfindig zu machen, um diese rückzuverfolgen und die betroffenen Fälle zu isolieren. Aber die Leute müssen sich an die Quarantäneregeln halten. <BR />