Freitag, 10. September 2021

Impfbus: Erntehelfer bekommen Wirkstoff von Johnson & Johnson

Die Apfelernte ist in vollem Gange, Erntehelfer aus aller Herren Länder kommen deshalb nach Südtirol: Grund genug für ein Spitzentreffen von Bauernbund und Sanität. Dabei wurde vereinbart, dass Erntehelfern der Impfstoff von Johnson & Johnson (Janssen) altersunabhängig verabreicht werden kann, da bei diesem nur eine Dosis notwendig ist.

Für Erntehelfer ist in Südtirol altersunabhängig auch der Wirkstoff von Johnson&Johnson vorgesehen, der nur einmal gespritzt werden muss.
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Für Erntehelfer ist in Südtirol altersunabhängig auch der Wirkstoff von Johnson&Johnson vorgesehen, der nur einmal gespritzt werden muss. - Foto: © ANDREAS KEMENATER
Im Rahmen eines Treffens zwischen der SBB-Spitze mit Gesundheitslandesrat Thomas Widmann und dem Sabes-Generaldirektor Florian Zerzer hat man über Strategien diskutiert, um die Beteiligung an der aktuellen Impf- und Screeningkampagne angesichts der anstehenden Erntezeit weiter zu fördern.

Nach einem ersten Webinar vor einigen Wochen, das der landesweite Koordinator der Impfkampagne Patrick Franzoni mit rund 500 Teilnehmern aus den Reihen des Südtiroler Bauernbundes abgehalten hatte, war das Ziel der jüngsten Sitzung, die Mitgliedsbetriebe und deren Mitarbeiter angesichts der anlaufenden Erntesaison nochmals verstärkt für die Beteiligung an der Corona-Schutzimpfung und an der Teststrategie des Landes zu sensibilisieren.

Obmann Leo Tiefenthaler und Direktor Siegfried Rinner bekräftigten die Absicht des Südtiroler Bauernbundes, dazu beizutragen, um Infektionen im landwirtschaftlichen Bereich so gering wie möglich zu halten.

Geimpfte Erntehelfer: Schutz für heimische Bevölkerung

Gesundheitslandesrat Thomas Widmann unterstrich die Wichtigkeit der guten Zusammenarbeit mit dem Bauernbund und seinen Mitgliedsbetrieben: „In Kürze werden zahlreiche Erntehelfer ins Land kommen. Indem wir auch sie sensibilisieren und in die Impfkampagne mit einbeziehen, schützen wir auch die Südtirolerinnen und Südtiroler.“

Um auch den Mitarbeitern der landwirtschaftlichen Betriebe einen niederschwelligen Zugang zuzusichern, werde man bei der Planung der Impfbus-Haltestellen auch strategische Punkte berücksichtigen, die leicht erreichbar sind. Neben Pfizer und Moderna kann im Fall der Erntehelfer – da es sich um eine schwer erreichbare Personengruppe handelt – auch der Johnson & Johnson-Impfstoff altersunabhängig zur Verfügung gestellt werden, da dadurch der Impfzyklus bereits nach der ersten Dosis abgeschlossen wird. Dies bestätigen die jüngsten Gutachten von Aifa und Ethikkomitee, heißt es in einer Mitteilung des Sanitätsbetriebes.

Parallel dazu will man die Mitgliedsbetriebe des Bauernbundes und deren Mitarbeiter dazu einladen, an regelmäßigen Screenings im Rahmen der Teststrategie des Landes teilzunehmen. Ziel müsse es sein, möglichst gemeinsam vorzugehen und so viele Menschen wie möglich zum Impfen und Testen zu bewegen, um Neuansteckungen einen Riegel vorzuschieben.

sabes/stol