Dienstag, 14. April 2020

Kompatscher: „Großeltern darf man weiter nicht besuchen“

Inhaltlich ging es am Dienstag weiterhin um alle Vorbeuge- und Folgemaßnhamen rund um die vom neuartigen Coronavirus verursachte Situation in Südtirol. Im Mittelpunkt stand die neueste Dringlichkeitsmaßnahme (Nr. 20) auf Landesebene. Landeshauptmann Arno Kompatscher erläuterte die einzelnen Punkte. Er baue bei den Erleichterungen sehr stark auf Vertrauen.

Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der virtuellen Medienkonferenz am Dienstag.
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Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der virtuellen Medienkonferenz am Dienstag. - Foto: © lpa
Zunächst erklärte Kompatscher, dass die Covid-19-Zahlen gerade in Bezug auf die Intensiv-Patienten deutlich zurückgegangen seien und dass dies ein Indiz dafür sei, dass der Druck zurückgehe und Anlass zur Hoffnung gebe. Trotzdem müsse man weiter sehr vorsichtig sei.

Vertrauen als Basis

Zur stark geforderten Phase 2 erläuterte der Landeshauptmann, dass die Gesundheit immer und weiter an erster Stelle stehe. Die Lockerungen seien deshalb auch nur in jenen Bereichen angewandt worden, wo sie zu keinem erhöhten Infektionsrisiko führten. Er setze sehr auf Vertrauen in die Bevölkerung und auf Eigenverantwortung und hoffe, dass die Südtiroler wie bisher dieses Vertrauen nicht ausnutzen.

Deshalb ist der Besuch der Großeltern weiterhin nicht erlaubt. Die ältere Generation muss weiter stark geschützt werden. Auch erwachsene Kinder dürfen ihre Eltern nicht besuchen, außer es besteht eine Pflegebedürftigkeit. In dem Fall war es immer schon erlaubt, sie zu besuchen.

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Was Lebenspartner und Eltern von gemeinsamen Kindern angeht, darüber haben wir bereits berichtet. Kompatscher präzisierte auch hier: Ein munteres Hin-und Her-Fahren zwischen verschiedenen Ortschaften, um den Partner zu sehen, ist nicht erlaubt, das gilt sowohl für erwachsene als auch minderjährige Pärchen.

Geburten


Auch werdende Väter dürfen leider immer noch nicht bei der Geburt ihres Kindes dabei sein, so Kompatscher. Dies sei derzeit internationaler Standard und diene zum Schutz nicht nur der eigenen Frau/Partnerin, sondern auch der nachfolgenden Gebärenden.

Wirtschaft


Für Betriebe, deren Arbeitstätigkeit schon (ATECO-Kodex) erlaubt war, ist die bisherige Beschränkung von maximal 5 Mitarbeitern aufgehoben. Bei den Arbeiten, die allein oder mit der in Hausgemeinschaft lebenden Familie ausgeübt werden dürfen, sind nicht mehr nur „vorbereitende“, sondern alle Tätigkeiten erlaubt, allerdings immer ohne Kundenkontakt.

Neues Format bei virtuellen Medienkonferenz

Das neue Format wird mit Dienstag umgesetzt und zielt vor allem darauf ab, den verschiedenen Sprachgruppen im Lande besser gerecht zu werden. Daher findet die virtuelle Landesmedienkonferenz künftig um 16.30 Uhr in deutscher und um 17.00 Uhr in italienischer Sprache statt. Damit können sich sowohl Medienvertreterinnen und Medienvertreter als auch die Bürgerinnen und Bürger der beiden Sprachgruppen auf fixe Einschaltzeiten einstellen. Bei Bedarf gibt es auch einen kürzeren ladinischen Teil.


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