In einer Mitteilung unterstreicht Christine Zelger, dass die Landesregierung und der Sanitätsbetrieb alle Patienten nahe am Wohnort versorgen möchten, weshalb das Krankenhaus Sterzing kontinuierlich gestärkt werde. Im Wipptal hatte sich <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/sterzing-neuausrichtung-mit-primariat-orthopaedie-und-traumatologie" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">angesichts der Umstrukturierungen des Primariats Allgemeinchirurgie in ein Primariat für Traumatologie und Orthopädie</a> die Sorge breit gemacht, dass das Krankenhaus Sterzing ausgehöhlt werden könnte.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="793496_image" /></div> <BR /><BR />Zelger erklärt dazu, dass die Sorge unbegründet sei. Wegen des Abgangs des Primars im chirurgischen Bereich sowie des Wechsels des Primars der Chirurgie Brixen in die Sanitätsdirektion Bozen sei es notwendig geworden, die Primariate neu zu organisieren. Zudem habe die Direktion den orthopädischen Schwerpunkt am Krankenhaus und den traumatologischen im Bezirk weiter stärken wollen und ein Primariat für Traumatologie und Orthopädie geschaffen. Bereits heute stammten 70 Prozent der Eingriffe aus dem Bereich der Traumatologie und Orthopädie. Die Reduzierung von Diensten – besonders in der Chirurgie – sei nicht geplant. <BR /><BR />„Durch die Zusammenlegung der 2 Primariate kann die Attraktivität des Standorts Sterzing wieder erhöht werden, denn dank der Rotation der Mitarbeiter zwischen den beiden Standorten können Chirurgen flexibler auf die sich stellenden Anforderungen reagieren“, schreibt Zelger. Die Neuausrichtung des Primariats für Traumatologie und Orthopädie sei als organisatorisch-technische Entscheidung zu sehen und stehe in keinem Zusammenhang mit dem Mangel an Pflegekräften am Krankenhaus Sterzing. <BR /><BR />„Der Pflegekräftemangel ist bekanntlich eine große Herausforderung für die Gesundheitsversorgung“, schreibt Zelger. <BR /><BR /><b>Bettenanzahl musste reduziert werden</b><BR /><BR />Vor allem in den vergangenen beiden Pandemiejahren hat sich laut Zelger die Anzahl des Personals am Krankenhaus Sterzing reduziert. Zwischen März 2020 und Juni 2022 ist die Anzahl der Krankenpfleger um 20 Prozent in den bettenführenden Abteilungen gesunken – Grund dafür waren Pensionierungen, Suspendierungen und der Wegfall von Personal, das während der Pandemie in seine Herkunftsregionen zurückgekehrt ist. <BR /><BR />„Aufgrund dieser Reduzierung musste auch die Anzahl der Betten auf den bettenführenden Abteilungen verringert werden“, betont die Direktorin. Dank der hohen Durchlässigkeit zwischen Abteilungen konnten aber trotz der angespannten Situation viele Patienten bedarfsgerecht betreut werden. <BR /><BR />Am Krankenhaus werde intensiv daran gearbeitet, neues Personal anzuwerben und zu binden. Ein Mitarbeiter stehe in Kontakt mit Pflegekräften im In- und Ausland und führe Gespräche mit Mitarbeitern, die das Krankenhaus verlassen möchten, um deren Beweggründe zu verstehen und darauf zu reagieren. Zur Stabilisierung der Personalsituation bedürfe es jedoch einer Anstrengung des Ressorts, des Sanitätsbetriebes und der lokalen Politik, um Sterzing attraktiver zu gestalten. Dazu gehörten kurzfristig Personalunterkünfte, längerfristig leistbarer Wohnraum und wirtschaftliche Anreize zur Arbeit in einem Grundversorgungskrankenhaus.<BR /><BR /><b>Die Neurorehabilitation bleibt in Sterzing</b><BR /><BR />Die Schließung der Abteilung Neurorehabilitation steht laut Zelger außer Diskussion. Das Kompetenzzentrum soll stabilisiert werden. 2017 wurden 90 Patienten pro Jahr behandelt – heute sind es über 200. Etwa 80 Prozent der Patienten stammen aus anderen Gesundheitsbezirken. <BR /><BR />Der Pflegekräftemangel stellt die Abteilung vor Herausforderungen. Aktuell können 13 von 21 Betten und 4 tagesklinische Betten betreut werden. Um die kritische Personalsituation abzufedern, laufen Absprachen für eine engere Zusammenarbeit mit der Neurochirurgie in Bozen mit Betreuungsmöglichkeiten von zusätzlichen neurorehabilitativen Patienten.