Freitag, 03. Dezember 2021

Infektionsfälle an Südtirols Schulen steigen massiv: Jetzt täglich testen?

Die Infektionszahlen in den Schulen sind in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen. Die Zahl der Corona-Fälle hat sich in 3 Wochen vervierfacht. Wäre es an der Zeit, die Schüler öfter zu testen – vielleicht sogar täglich? STOL hat Landesschuldirektorin Sigrun Falkensteiner gefragt.

„Das Screening ist nicht beliebig.“
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„Das Screening ist nicht beliebig.“ - Foto: © APA/dpa / Jörg Carstensen
Allein im November wurden in Südtirol 500 Schüler und 63 Lehrpersonen positiv getestet. 129 Klassen mussten in Quarantäne – das betrifft 3000 Schüler. „Die Lage in den Schulen ist je nach Infektionsgeschehen unterschiedlich. Herausfordernd wird es vor allem dort, wo Klassen nicht mehr als solche geführt werden können, sondern wo einzelne Schüler in Präsenz am Unterricht teilnehmen, andere über Fernunterricht begleitet werden müssen.“ Das stelle Lehrpersonen wie Familien vor große Herausforderungen.



„Zudem ist die aktuelle Personaldecke dünn und es fällt schwer, Ersatz für ausfallende Lehrpersonen zu finden“, erläutert Falkensteiner. „Dort, wo Schulen und Gebiete aktuell weniger mit Infektionsfällen konfrontiert sind, melden jedoch alle Beteiligten zurück, dass der Unterricht als ruhig empfunden wird und dass die Schüler das Zusammensein und das Lernen in Präsenz zu schätzen wissen.“




Ob es nun angeraten wäre, täglich Nasenflügeltests durchzuführen, darauf will sich Falkensteiner nicht festlegen. Sie sagt: „Das Screening ist nicht beliebig, sondern obliegt einer schlüssigen Tempistik.“ Ob es sinnvoll wäre, diese zu verändern, könne nur von Medizinern qualifiziert eingeschätzt werden.

Ob und wie Schule weiterhin in Präsenz funktionieren könne, hänge nach wie vor davon ab, was jeder und jede dazu beitrage, das Infektionsgeschehen einzudämmen.

kn