Mittwoch, 04. November 2020

Paukenschlag in Meran: 2021 gibt es Neuwahlen

Die Würfel sind gefallen: In Meran gibt es 2021 Neuwahlen. Nach der Ablehnung von Bürgermeister Paul Röschs Vorschlags zur Bildung eines Stadtrates am Dienstagabend gab es auch beim zweiten Anlauf am Mittwochabend keine Mehrheit dafür. Nun müssen die Meraner in einigen Monaten wieder an die Urnen gehen. Und bis dahin wird die Passerstadt kommissarisch verwaltet.

Bürgermeister Paul Röschs Vorschlag zur Bildung eines Stadtrates ist am Dienstag und Mittwoch abgelehnt worden.
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Bürgermeister Paul Röschs Vorschlag zur Bildung eines Stadtrates ist am Dienstag und Mittwoch abgelehnt worden. - Foto: © ki
Dario Dal Medico (La Civica), Madeleine Rohrer (Rösch/Grüne), Nerio Zaccaria (Alleanza), Stefan Frötscher (SVP), Andrea Rossi (Rösch/Grüne) und natürlich der Bürgermeister selbst hätten als Gewählte in diesem Stadtrat sitzen sollen.

Darüber hinaus wollte er Anwältin Elena Scala aus Sinich von außen in das Gremium berufen. Rohrer wäre laut Vorschlag vom Mittwoch nur in der ersten Hälfte der Amtsperiode Stadträtin gewesen und hätte dann Platz für einen Vertreter oder eine Vertreterin der SVP gemacht.

Wie geht es nun weiter? Bei Gemeinden mit über 20.000 Einwohnern obliegt die Ernennung des kommissarischen Verwalters dem Staat. Diese wird im Einvernehmen mit der Landesregierung vorgenommen.

Das entsprechende Dekret wird vom Landeshauptmann unterzeichnet, nachdem die Landesregierung den diesbezüglichen Beschluss gefasst hat. Bis der Kommissar offiziell die Verwaltung der Stadt übernimmt, bleiben der Bürgermeister und die neu gewählten Räte im Amt.

fm