Dienstag, 15. März 2022

SVP-Wirtschaft: Rasche humanitäre Hilfe für ukrainische Bevölkerung

In ihrer jüngsten Sitzung befasste sich die SVP-Wirtschaft auf Landesebene unter Anwesenheit von Parteiobmann und Wirtschaftslandesrat Philipp Achammer mit dem Krieg in der Ukraine und den unmittelbaren Folgen für die ukrainische Bevölkerung und für das gesamte Europa.

Wirtschaftslandesrat Philipp Achammer berichtete über die aktuellen Maßnahmen des Staates und der Provinz für Flüchtlinge aus der Ukraine. (Archivbild) - Foto: © MATTEO GROPPO

„Das Schicksal der Menschen in den Krisengebieten, die um ihr Leben bangen und von einem Tag auf den anderen alles verloren haben, macht uns betroffen und fassungslos. Bevor man sich mit Fragen der wirtschaftlichen Auswirkungen auf europäische und heimische Betriebe in Europa befasst, gilt es schnelle humanitäre Hilfeleistung für die ukrainische Bevölkerung zu leisten!“, so der Vorsitzende der SVP-Wirtschaft Josef Tschöll.

Wirtschaftslandesrat Philipp Achammer berichtete über die aktuellen Maßnahmen des Staates und der Provinz für Flüchtlinge aus der Ukraine. Den geflüchteten Menschen der Ukraine müsse jetzt schnell und unbürokratisch geholfen werden. Um ihnen eine Perspektive für die nähere Zukunft geben zu können, gehörten neben Verpflegung und Unterkunft auch in weiterer Folge die Aussicht auf Arbeit und Bildungsmöglichkeiten in Südtirol. Dafür würden derzeit die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen, so Achammer.

Achammer gab dem Gremium der SVP-Wirtschaft auch einen kurzen Überblick zu den Exportzahlen betreffend Russland und der Ukraine in den vergangenen Jahren, so die Aussendung der SVP. „Insgesamt war das Exportvolumen mit Russland als auch mit der Ukraine überschaubar. Einige Südtiroler Betriebe haben sich auf den Handel mit Russland oder der Ukraine spezialisiert. Diese Unternehmen trifft die aktuelle Situation stark“, sagt Achammer. Besonders aber spüren alle Betriebe und Konsumenten die starken Steigerungen der Rohstoff- und Energiepreise.

Hohe Energiepreise treffen Südtirol

„Der Ukraine-Krieg hat hohe Energie-, Treibstoff- und Rohstoffpreise zur Folge. Ebenso heizen Spekulationen zusätzlich die Preisspirale an. Die Preisanstiege machen Unternehmen genauso zu schaffen wie private Haushalte und treffen Südtirol mitten im wirtschaftlichen Aufschwung nach dem Corona-Jahr“, sagt Landesrat Achammer.

Auf staatlicher Ebene sei der Druck massiv, mit Maßnahmen gegenzusteuern. Verschiedene Gespräche hierzu würden diese Woche stattfinden, erklärt Landesrat Achammer. Und weiter: „Unternehmen und Personenhaushalte erleben gerade eine große Unsicherheit. Daher braucht es jetzt insgesamt einen Kraftakt, damit die negativen Auswirkungen abgemildert werden können.“

„Nur durch Diplomatie wird es möglich sein, diesen Konflikt beizulegen und eine dauerhafte, friedliche Lösung für die Ukraine zu finden,“ so Achammer und Tschöll.

stol

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