„Grillo hat mir von diesem Anruf erzählt. Ich finde es sehr bedenklich, dass sich ein parteiunabhängiger Ministerpräsident in das Leben der politischen Kräfte einmischt, die ihn unterstützen“, sagte Conte, der sich über Draghis Verhalten „fassungslos“ erklärte.<BR /><BR />Der Expremier ist parteiintern wegen seiner kritischen Haltung gegenüber Draghis Kurs in Sachen Ukraine-Konflikt erheblich unter Druck geraten. Wegen Contes Position war <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/di-maio-verlaesst-5-sterne-bewegung-und-gruendet-eigene-fraktion" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Außenminister Luigi Di Maio, Ex-Chef der Cinque Stelle, vergangene Woche aus der Gruppierung ausgetreten.</a>Mit mehreren Dutzenden Parlamentariern gründete er eine eigene Fraktion namens „Insieme per il futuro“, die künftig zu einer Partei werden soll.<BR /><BR /> Damit bekommt Contes „Cinque Stelle“ Konkurrenz. Conte, der im August 2021 zum Parteichef der 5-Sterne-Bewegung gewählt worden war, beklagte tägliche Angriffe gegen sich. Dahinter wittert er Pläne zur Zerstörung der „Cinque Stelle“, die bis vor der Spaltung mit Di Maio nach wie vor stärkste Einzelpartei im Parlament war.<BR /><BR />„Ich werde täglich angegriffen, weil einige unserer Positionen nicht in das weit verbreitete, vorherrschende Denken passen. Hier stehen die Werte der Demokratie auf dem Spiel“, sagte Conte, der dieser Tage in Rom mit Grillo zusammengekommen ist. Conte bekräftigte, dass seine Gruppierung weiterhin die Regierung Draghi unterstützen werde.<BR /><BR /> „Unsere Haltung, die immer loyal, konstruktiv und korrekt gegenüber der Regierung war, ändert sich nicht, auch nicht angesichts von Episoden, die ich für gravierend halte“, erklärte Conte, der am Abend Staatspräsident Sergio Mattarella im Quirinal über die Lage informierte. <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/draghi-verlaesst-nato-gipfel-wegen-ministertreffen-fruehzeitig" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Draghi kehrte indes gestern vorzeitig vom Nato-Gipfel zurück.</a> Laut Medienberichten soll ein Ministerrat Beschlüsse gegen die hohen Energiekosten treffen.<BR /><BR />