Freitag, 29. April 2022

Alarmierende Zahl: 30 Milchbetriebe im Trentino haben schon aufgegeben

13 Milchbetriebe im Trentino haben wegen der Krise bereits ihre Tore geschlossen: Das wurde bei der Versammlung der Mitglieder von Latte Trento in Trient bekannt, wie die Nachrichtenagentur Ansa mitteilt.

Gestiegene Kosten machen auch den Milchproduzenten im Trentino zu schaffen: 13 Betriebe mussten schon aufgeben. - Foto: © shutterstock

Als Ursachen nannte Direktor Sergio Paoli den erheblichen Anstieg der Energie- und Rohstoffkosten sowie den Ausbruch des Krieges zwischen Russland und der Ukraine.

„Die derzeitige Situation ist unhaltbar“, so Paoli, „die Eskalation des Krieges und die Rohstoffkosten zwingen die Konten der Genossenschaft in die Knie. 13 Ställe haben bereits geschlossen.“

Nach Ansicht des Präsidenten Renato Costa seien der Frischmilch- und der UHT-Milch-Bereich angesichts der Kosten unwirtschaftlich geworden, „aber dies würde den Verlust einer wesentlichen Dienstleistung bedeuten“.

Der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti sagte zusätzliche Mittel zu.

Was die wirtschaftliche Bilanz des Trienter Milchkonsortiums für das Jahr 2021 betrifft, so sind Rekordwerte zu verzeichnen, wobei der durchschnittliche Milchertrag 0,565 Euro pro Liter erreicht.

Auch die Einnahmen stiegen von 50 Millionen Euro im Vorjahr auf 51 Millionen Euro, und wenn man die Einnahmen von Trevilatte hinzurechnet, ergibt sich ein Gesamtbetrag von mehr als 53 Millionen Euro.

Südtirol stellt seinen Bauern pro Betrieb 300 Euro für die ersten 30 Milchkühe zur Verfügung: Insgesamt sind dies 15 Millionen Euro an finanzieller Unterstützung. Dies ist das Ergebnis des „Milchtischs“, bei dem über finanzielle Hilfen für die Milchbauern in Südtirol verhandelt wurde.

stol

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