Montag, 01. Februar 2021

Bistro geschlossen, Betreiberin verärgert: „Ihr treibt uns in den Ruin“

Seit Sonntag müssen Bars und Restaurants in Südtirol geschlossen halten. Unter den Gastwirten ist der Ärger groß. Wie groß, das zeigen auch die Plakate, die Helene Paris, Betreiberin des Bistros „Fundus“ in Lana, in ihre Vitrinen gehängt hat: „Wie oft noch? Es reicht! Ihr treibt uns in den Ruin“ steht darauf in großen Buchstaben.

Mit diesen Plakaten in ihren Fenstern macht Helene Paris, Betreiberin des Bistro „Fundus“ in Lana, auf ihre schwierige Situation aufmerksam.
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Mit diesen Plakaten in ihren Fenstern macht Helene Paris, Betreiberin des Bistro „Fundus“ in Lana, auf ihre schwierige Situation aufmerksam. - Foto: © Facebook/privat
„Ich bin sehr verärgert, weil wir nicht arbeiten können: Die Gastronomie ist der Prügelknabe. Irgendwann geht jedem die Luft aus“, sagt Helene Paris, Betreiberin des Bistros „Fundus“ in der Boznerstraße in Lana.



Für ihre Plakataktion hat Paris positive Rückmeldungen bekommen, sagt sie – besonders von den treuen Gästen: „Die Gastronomie ist die Branche, die am meisten draufzahlt.“ Das Argument, dass auch in Deutschland und Österreich Bars und Restaurants geschlossen halten müssen, lässt die Gastwirtin nicht gelten: „Dort hat alles zu, nicht nur die Gastronomie. Für mich sind die Maßnahmen nicht in Ordnung. Das ständige Auf und Zu ergibt keinen Sinn.“

Durch die Schließung der Gastlokale treibe die Politik die Menschen zu Feiern im Privatbereich, wo keine Hygienemaßnahmen eingehalten würden: „Wenn man uns arbeiten ließe und überall die Hygienemaßnahmen eingehalten würden – das wäre für die Gesundheit sinnvoller.“


kn

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