Donnerstag, 21. Januar 2021

Corona-Hilfe:ASGB drängt auf Neufestlegung der Zugangskriterien

Anlässlich einer Videokonferenz, an der Vertreter der Gewerkschaften, des HGV und die zuständige Landesrätin Waltraud Deeg teilgenommen haben, hat der Vorsitzende des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbundes (ASGB), Tony Tschenett, darauf gedrängt, die Kriterien für den Zugang zu den Landesleistungen Soforthilfe Covid-19 und Sondermietbeitrag und Sonderbeitrag für Wohnungsnebenkosten Covid-19 neu zu verhandeln.

Corona-Hilfen sind nötig.
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Corona-Hilfen sind nötig. - Foto: © shutterstock
Eingangs hat Tschenett die Landesrätin auf das Problem aufmerksam gemacht, dass jene Saisonarbeiter im Tourismus, die gewöhnlich nur die Sommersaison im Tourismus arbeiten, kein Anrecht auf die Covid-19 Soforthilfen haben, da sie keine Aussetzung der Arbeitszeit gemäß der erforderlichen Kriterien vorweisen können. Um auch deren finanzielle Verluste zumindest teilweise zu decken, hat der ASGB-Chef deshalb vorgeschlagen, dass auch jene Saisonarbeiter, die die Sommersaison 2020 beendet und bereits Zusagen für eine Anstellung in der Sommersaison 2021 haben, mit einer Erklärung des Arbeitgebers für die Soforthilfe Covid-19 und den Sondermietbeitrag und Sonderbeitrag für Wohnungsnebenkosten Covid-19 ansuchen können.

Zudem wurde die Forderung Tschenetts, dass die Zugangshürden für den Erhalt der Covid-19 Soforthilfen modifiziert werden müssen, gutgeheißen. Die Landesrätin Waltraud Deeg hat sich damit einverstanden gezeigt, dass die monatlichen Höchsteinnahmen für Familiengemeinschaften von 2200 Euro auf 2800 Euro steigen und das Vermögen für Familiengemeinschaften von 30.000 Euro auf 50.000 Euro. Für Einzelpersonen gelten weiterhin die die Höchstgrenze von 1400 Euro Einkommen und 30.000 Euro Vermögen.

Die Landesregierung muss diese Forderungen, die alle Teilnehmer an der Videokonferenz gutgeheißen haben, noch bestätigen und beschließen.

In Bezug auf die zeitliche Aufstockung des Arbeitslosengeldes hat man beschlossen, die demnächst in Rom zu erwartende Entscheidung abzuwarten und anschließend dem Resultat entsprechend über lokale Maßnahmen zu befinden.

„Wir sind damit unserem Ziel, all jene, die besonders vom epidemiologischen Notstand Covid-19 betroffen sind, zu unterstützen, ein gutes Stück näher gekommen“, zeigt sich Tschenett über das Resultat des Gesprächs zufrieden.

stol

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