Montag, 12. Juli 2021

Italienischer Impfstoff von ReiThera: 99 Prozent Schutz nach zweitem Piks

Eine gute Nachricht von der Impfstoff-Front: Der Wirkstoff des italienischen Unternehmens ReiThera scheint gut verträglich und wirksam zu sein: Von 99-prozentigem Schutz nach der zweiten Dosis ist die Rede.

Forscher bei der Arbeit im ReiThera-Labor am Stadtrand von Rom: Das Unternehmen arbeitet an der zweiten Phase des Anti-Covid-Impfstoffs ''GRAd-CoV2''.
Forscher bei der Arbeit im ReiThera-Labor am Stadtrand von Rom: Das Unternehmen arbeitet an der zweiten Phase des Anti-Covid-Impfstoffs ''GRAd-CoV2''. - Foto: © ANSA / FABIO FRUSTACI / Z23
„Die Ergebnisse nach den ersten 5 Wochen der Impfung bestätigen, was in Phase 1 beobachtet wurde: Der Impfstoff ist bei der ersten Verabreichung gut verträglich, bei der zweiten Verabreichung sogar noch besser. Unerwünschte Wirkungen, meist leicht oder mittelschwer und von kurzer Dauer, beziehen sich hauptsächlich auf Schmerzen und Spannungen an der Injektionsstelle, Müdigkeit, Muskelschmerzen und Kopfschmerzen. Es wurden keine schwerwiegenden impfstoffbezogenen unerwünschten Ereignisse gemeldet“, teilt das Unternehmen mit. Vorläufige Daten aus den ersten 5 Wochen der Studie wurden von 2 wissenschaftlichen Gremien geprüft. Diese gaben eine positive Stellungnahme zu den analysierten Daten ab und empfahlen die Fortsetzung der klinischen Entwicklung des Impfstoffs GRAd-COV2.

Die Studie, die am 18. März letzten Jahres in 24 über Italien verteilten klinischen Zentren begann, wurde an 917 Freiwilligen durchgeführt, von denen 25 Prozent über 65 Jahre alt waren und/oder Erkrankungen hatten, die mit einem erhöhten Risiko einer schweren Erkrankung im Falle einer SARS-CoV-2-Infektion verbunden sind.

Im Mai hatte der Rechnungshof in Rom staatliche Finanzierungen für die Entwicklung des italienischen Vakzins gestoppt. Deshalb suchte das Unternehmen nach alternativen Geldmitteln, um den Impfstoff auf den Markt zu bringen. „Wir glauben jedoch weiter an die Möglichkeit, ein italienisches Vakzin zu entwickeln, und wollen die Tests fortsetzen“, teilte der Konzern mit.

stol/ansa