Dienstag, 24. November 2020

Kaufleute-Chef Moser: „Wir hoffen“

Den Black Friday werden die Südtiroler Kaufleute heuer verpassen: Sie werden ihre Geschäfte geschlossen halten müssen, während Amazon seine Rabattschlacht eröffnet. „Nicht nur der 27. November, der ganze Monat hat Amazon in die Hände gespielt“, sagt hds-Präsident Philipp Moser.

Die Südtiroler Geschäfte werden heuer am Black Friday geschlossen halten müssen. hds-Präsident Philipp Moser hofft, dass ab Montag alle Geschäfte öffnen dürfen.
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Die Südtiroler Geschäfte werden heuer am Black Friday geschlossen halten müssen. hds-Präsident Philipp Moser hofft, dass ab Montag alle Geschäfte öffnen dürfen. - Foto: © APA/afp / GABRIEL BOUYS
Aus epidemiologischer Sicht hielte der hds-Präsident eine „Black Week“ für sicherer, sagt er. Eine solche wird sich ab Montag aber nicht mehr ausgehen: „Sonderverkäufe sind im Dezember nicht erlaubt.“ Das ginge nur über eine Änderung im Handelsgesetz. Aber eine solche Aktion hält Moser nicht für sinnvoll: „Das nimmt Wertschöpfung aus dem Weihnachtsgeschäft.“



Ab Montag dürfen zusätzlich zu jenen Geschäften, die auch im Teillockdown offen hatten und weiterhin offen sind, auch jene Sektoren ihre Türen öffnen, in denen Südtirol bisher strenger war als der Staat in seinen roten Zonen. Das sind Einzelhandel mit Konfektion für Kinder, für Strickwaren und Hemden, Sportartikel und Freizeitartikel, Spielwaren und Wanderhändler.

An dieser Ausrichtung könnte sich aufgrund eines Gutachtens, das Landesrat Thomas Widmann und der Sanitätsbetrieb vorlegen können, aber noch etwas ändern (STOL hat berichtet).

Dazu sagt Philipp Moser: „Wir hoffen. Ich bin kein Epidemiologe: Aber die Rückmeldungen von Biostatistiker Markus Falk besagen, dass man ab Montag die Geschäfte öffnen kann.

Die Situation der Südtiroler Einzelhändler sei sehr angespannt: „Die Geschäftsleute haben ihre Lager voll, sie sind verschuldet und wissen nicht, wie sie die Ware loswerden sollen.“

kn