Mittwoch, 10. Februar 2021

Sparkasse 2020 trotz Corona-Krise im Plus

Die Südtiroler Sparkasse hat trotz Coronakrise 2020 etwas mehr verdient als 2019. Das zeigt sich am Dienstag anhand veröffentlichter, vorläufiger Geschäftszahlen.

Die Sparkassen-Spitze (v.l.): Vizepräsident Carlo Costa, Präsident Gerhard Brandstätter und Generaldirektor Nicola Calabró.
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Die Sparkassen-Spitze (v.l.): Vizepräsident Carlo Costa, Präsident Gerhard Brandstätter und Generaldirektor Nicola Calabró. - Foto: © Sparkasse
Die Details: Der erwirtschaftete Reingewinn der Gruppe stieg bis Jahresende auf 30,30 Millionen Euro – im Vergleich zu den 29,34 Millionen Euro im Vorjahr.

„Das entspricht einem Plus von 3,3 Prozent“, teilte die Bank in einer Aussendung mit. Zur Erklärung: Die Sparkassen-Gruppe beinhaltet neben dem Bankengeschäft auch die Immobiliengesellschaft Sparim.

Betrachtet man nur die Ergebnisse der Bank, erwirtschaftete die Sparkasse einen Reingewinn von 28,96 Millionen Euro – ein Plus von 7,02 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Kredite gegenüber Kunden beliefen sich auf 6,48 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 10,8 Prozent entspricht.

„Die Ausgabe von neuen Krediten an Private und Unternehmen beträgt 1,45 Milliarden Euro – eine Zunahme von 26,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr“, so die Sparkasse. Dieser starke Zuwachs hängt vor allem mit den Covid-Finanzierungen zusammen, die an Kunden gewährt wurden, denen günstigere Zinssätze infolge der Staatsgarantien eingeräumt werden konnten. Konkret entfielen 450 Millionen Euro auf diese besonders geförderten Kredite.

Die Kennzahl betreffend die Problemkredite sank auf brutto 5,3 Prozent ab und erreichte einen Netto-Wert (abzüglich der Rückstellungen) von 1,8 Prozent. 2019 betrugen die beiden Werte 6,4 Prozent bzw. 2,3 Prozent. Die direkten Einlagen, das heißt Einlagen auf Konten, Depots und Anleihen, kletterten nach Angaben der Sparkasse auf 7,1 Milliarden Euro (plus 10,5 Prozent) nach oben. „Die kontinuierlichen Zuwächse in den letzten Jahren bezeugen das Vertrauen der Kunden gegenüber der Sparkasse“, wie die Bank mitteilt.

Das Vermittlungsgeschäft, das heißt die Anlagen in Investmentfonds, stieg auf die Rekordhöhe von 1,799 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 9,4 Prozent gegenüber 2019.

Was die Vermögenskennzahlen angeht, konnte die Sparkasse ihre harte Kernkapitalquote CET1 Ratio auf 13,83 Prozent erhöhen (2019: 13,04 Prozent). „Dieser Wert liegt über den Durchschnittswert vergleichbarer Kreditinstitute“, so die Bank.

Zu guter Letzt sei die Sparkasse auch effizienter geworden: Die Kennzahl Cost Income Ratio, die die das Verhältnis zwischen Betriebskosten und Erträgen ausdrückt, betrug zum Jahresende 64,75 Prozent und verbesserte sich somit gegenüber dem Vorjahr um knapp 7 Prozent.

dol/stol

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