Montag, 16. März 2020

Sparkasse plant höhere Dividende

Nach der Genehmigung des Bilanzabschlusses im Februar hat der Verwaltungsrat am Montag dem Bilanzentwurf für das Geschäftsjahr 2019 und dem Vorschlag zur Festlegung der Höhe der Dividendenausschüttung zugestimmt. Diese werden nun der Gesellschafterversammlung unterbreitet.

Der Hauptsitz der Sparkasse in Bozen.
Badge Local
Der Hauptsitz der Sparkasse in Bozen. - Foto: © Sparkasse
Der Dividendenvorschlag sieht eine Erhöhung des Prozentsatzes der Gewinnausschüttung von 35 Prozent (Bilanz 2018) auf 40 Prozent vor. Mit der Ausschüttung einer Dividende von 18 Eurocent pro Aktie würde sich die Gesamtausschüttung somit auf 10,92 Millionen Euro belaufen. Dies entspricht einer Steigerung von 23,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Wie aus der nachstehenden Tabelle hervorgeht, hat die Bank eine Entwicklung durchlaufen, die es den Aktionären ermöglicht hat, von steigenden Dividenden zu profitieren:



Die Bilanz 2019 ist durch steigende Rentabilität gekennzeichnet, wobei der Gewinn auf Bankebene von 25,4 Millionen Euro im Jahr 2018 auf 27,0 Millionen Euro im Jahr 2019 (+6,6 Prozent) zugenommen hat. Auch der Gewinn auf Gruppenebene wuchs auf 29,3 Millionen gegenüber den 23,6 Millionen im Jahr 2018 mit +24,5Prozent deutlich. Bei den wichtigsten Kennzahlen ist die Verbesserung der Kapitalstärke, dank Erhöhung der harten Kernkapitalquote CET1 Ratio, zu unterstreichen. Diese beträgt nun 13,0 Prozent (gegenüber 12,3 Prozent im Jahr 2018).

Besonders hervorzuheben ist der Rückgang der Kreditrisiken, wobei die Kennzahl betreffend die Problemkredite (NPL Ratio netto), im Vergleich zu den 4,0 Prozent des Jahres 2018 nun auf 2,3 Prozent sinkt. Die
Deckungsrate, d.h. die bereits gebildeten Rückstellungen für Problemkredite erreichen einen Rekordwert von 65,9 Prozent. Dies zeigt, dass es Bestreben der Bank ist, eine vorsichtige Politik zu verfolgen, die sie vor möglichen zukünftigen Risiken in Form von Kreditverlusten absichert.

Der Verwaltungsrat hat beschlossen, dass es angesichts der Entwicklung der Finanzmärkte und allgemein aufgrund der veränderten gesamtwirtschaftlichen Situation, die die Auswirkungen des aktuellen
Gesundheitsnotstands berücksichtigen muss, angebracht ist, in der 2. 2020 oder wenn die entsprechenden Bewertungskriterien vorliegen, einen neuen Industrieplan 2021-2023 auszuarbeiten. Darum ist der derzeitige Strategieplan 2017-2021 vor Ablauf als ausgesetzt zu betrachten. Alle Bilanzdokumente werden auf der Website der Bank verfügbar sein, sobald alle formellen Aktivitäten abgeschlossen sind.

Präsident Gerhard Brandstätter erklärt: „Die Welt erlebt eine neue und dramatische Erfahrung, diese Krisensituation kommt für alle unvorhergesehen. Unsere Bank ist solide und robust und verfügt, dank der geringen Risiken, über die besten Voraussetzungen, um der außergewöhnlichen Situation bestmöglich zu begegnen. Wir schließen das Jahr 2019 erfolgreich ab und bereiten uns auf dieses neue und sehr komplexe Szenario vor“.



pm/stol