Mittwoch, 27. Mai 2020

Steuerfreier Zuverdienst in Landwirtschaft möglich

Kürzlich wurde in Rom das so genannte „Decreto Rilancio“ erlassen, welches unter anderem festlegt, dass in der Landwirtschaft eine Arbeitskraft angestellt werden kann, befristet für 30 Tage und noch einmal für 30 Tage verlängerbar, deren Gehalt bis zu 2.000 Euro steuerfrei zum Lohnausgleich oder Arbeitslosengeld dazuverdient werden kann.

Regionalassessor Manfred Vallazza ist erfreut über die Errungenschaften für die Landwirtschaft.
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Regionalassessor Manfred Vallazza ist erfreut über die Errungenschaften für die Landwirtschaft. - Foto: © Markus Vallazza
„Besonders jetzt wo die Grenzen immer noch geschlossen sind, werden Arbeitskräfte in der Landwirtschaft händeringend gesucht. Daher freut es mich umso mehr mit dieser römischen Maßnahme zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen“, sagt Regionalassessor Manfred Vallazza.
Aufgrund der Corona-Sicherheitsmaßnahmen befinden sich derzeit zahlreiche Beschäftigte in Südtirol immer noch in Lohnausgleich bzw. in Kurzarbeit. Weiters wird ab Sommer aufgrund der Umsatzeinbußen erwartet, dass zahlreiche Mitarbeiter freigesetzt werden.

Diese neu geschaffene Möglichkeit erlaubt es, sich in Lohnausgleich befindende oder arbeitslos gewordene Beschäftigte, künftig steuerfrei etwas dazuzuverdienen. Mitarbeiter sollen auf unbürokratischem Wege in der Landwirtschaft beschäftigt werden können.

„Insbesondere Senator Meinhard Durnwalder, der für uns Südtiroler/innen in Rom im Einsatz ist, spreche ich meinen persönlichen Dank aus, dass er sich im Sinne für uns Bauern eingesetzt hat und durch sein politisches Wirken zu dieser Errungenschaft beigetragen hat“, zeigt sich Vallazza erfreut.

„Es besteht die Gefahr, dass aufgrund des Mangels an Arbeitskräften beträchtliche Ernteausfälle zu erwarten sind. Darunter würde nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch der Nahrungsmittelsektor und letzten Endes der Endverbraucher aufgrund der erhöhten Lebensmittelpreise leiden“, befürchtet Durnwalder.

stol