Nach der pandemiebedingten Abnahme um 9,7 Prozent im Jahr 2020 verzeichnen die Südtiroler Ausfuhren 2021 einen neuen Rekordwert in Höhe von 5,756 Milliarden Euro (plus 16,4 Prozent). Der Import steigt noch stärker, und zwar um 23,7 Prozent bzw. auf 5,407 Milliarden Euro. Die Handelsbilanz schließt daher mit einem Überschuss von 358,2 Millionen Euro.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="806582_image" /></div> <BR /><b>Südtiroler Export mit neuem Spitzenwert</b><BR /><BR />2021 steigt der Südtiroler Export um 16,4 Prozent auf den Spitzenwert von 5,765 Milliarden Euro. Auch der Import verzeichnet mit 5,407 Milliarden Euro (plus 23,7 Prozent) einen neuen Rekord. Das meist ausgeführte Produkt unter den Waren der 2062 Wirtschaftstreibenden, die ins Ausland verkaufen, sind Bestandteile und Zubehör für Traktoren und Transportfahrzeuge für Personen und Güter mit 484,2 Millionen Euro (8,4 Prozent des Gesamtbetrages). Es folgen die Äpfel mit 478,8 Millionen Euro (8,3 Prozent).<BR /><BR />Zum 7. Mal in Folge ergibt sich ein positives Ergebnis der Handelsbilanz, während der Saldo in den 18 Jahren zwischen 1997 und 2014 immer negativ war. Es handelte sich damals allerdings vielmehr um ein formelles, als um ein reelles Defizit, das darauf zurückzuführen war, dass ein Großteil der nach Südtirol eingeführten Waren auf dem ganzen Staatsgebiet dem Verkauf dienen. Die Liste, der nach Südtirol eingeführten Waren wird von Rohr- und Rübenzucker und chemisch reiner Saccharose angeführt. Diese sind vorwiegend für den Verkauf auf dem gesamten<BR />Staatsgebiet und nicht nur für den Südtiroler Bedarf bestimmt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="806585_image" /></div> <BR />Die Bedeutung der Einfuhren in Südtirol ist auch im Vergleich mit den Handelsströmen des Trentino klar erkennbar: In der Nachbarprovinz macht der Import etwa die Hälfte der Südtiroler Einfuhren und der Export etwa 2 Drittel der Südtiroler Ausfuhren aus. Dies führt zu einem erheblichen Unterschied in der Handelsbilanz, die im Trentino seit geraumer Zeit einen eindeutig positiven Saldo aufweist.<BR /><BR />2021 sind Import und Export in Südtirol in weitaus geringerem Ausmaß als im Trentino gewachsen, wo sowohl der Import (plus 32,5 Prozent) als auch der Export (plus 26,2 Prozent) viel stärker steigen. Auf nationaler Ebene nehmen der Import um 26,4 Prozent und der Export um 18,2 Prozent zu, was eher der Südtiroler Lage entspricht.<BR /><BR /><b>Partnerländer</b><BR /><BR />Die wichtigsten Handelspartner Südtirols im Jahr 2021 sind nach wie vor Deutschland und Österreich. 41,1 Prozent der Südtiroler Einfuhren stammen aus Deutschland und fast ein Drittel (31,8 Prozent) der Ausfuhren werden dorthin geliefert. Österreich liefert mehr als ein Fünftel (21,7 Prozent) des gesamten Imports und erhält etwa ein Zehntel (9,3 Prozent) des Exports. <BR /><BR />Südtirol weist gegenüber beiden Ländern einen negativen Handelsbilanzsaldo auf: gegenüber Deutschland minus 390,2 Millionen Euro und gegenüber Österreich minus 635,4 Millionen Euro. Diese Daten sind zusammen mit dem negativen Handelsbilanzsaldo gegenüber den Niederlanden (miuns 160,3 Millionen Euro) mitverantwortlich für das Handelsbilanzdefizit gegenüber der EU-27-Post-Brexit (minus 750,2 Millionen Euro). Mit fast allen anderen EUStaaten werden positive Handelssalden verzeichnet, die das Defizit gegenüber der EU jedoch nicht auszugleichen vermögen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="806588_image" /></div> <BR />Bedeutende positive Salden werden hingegen gegenüber den europäischen Staaten, die nicht der EU-27- Post-Brexit angehören ( plus 495,3 Millionen Euro, davon etwa die Hälfte gegenüber der Schweiz), sowie Amerika und Asien (jeweils plus 381,3 und 113,7 Millionen Euro) verzeichnet. <BR /><BR /><b>Die Ausfuhren in die EU-Länder steigen um 15,3 Prozent</b><BR /><BR />2021 steigen die Ausfuhren in die EU-27-Post-BrexitStaaten im Vergleich zu 2020 um 15,3 Prozent. Der größte Anteil der Ausfuhren ist weiterhin für Deutschland und Österreich bestimmt, nämlich 31,8 bzw. 9,3 Prozent des gesamten Exports. Es folgen Frankreich (5 Prozent), Schweden (3,8 Prozent) und Spanien (2,8 Prozent). Insgesamt werden 70,7 Prozent der Waren in die Länder der EU-27- Post-Brexit exportiert.<BR /><BR />Wird die Analyse auf die anderen 10 wichtigsten Absatzmärkte ausgeweitet, registriert die höchste Steigerung Rumänien (plus 184,8 Prozent), gefolgt von Frankreich (plus 35,1 Prozent), Belgien (plus 29,2 Prozent) und den Niederlanden (plus 27,5 Prozent). Den einzigen leichten Rückgang weist Polen (minus 0,6 Prozent) auf.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="806591_image" /></div> <BR />In absoluten Zahlen ausgedrückt steigen vor allem die Exporte nach Deutschland (plus 121,2 Millionen Euro), nach Rumänien (plus 88,5 Millionen Euro), nach Frankreich (plus 75,0 Millionen Euro) und nach Schweden (plus 32,1 Millionen Euro), während die einzige geringfügige Abnahme wiederum in Polen zu verzeichnen ist (minus 0,6 Millionen Euro).<BR /><BR />Die Ausfuhren in Länder, die nicht der EU-27-PostBrexit angehören, steigen um 19,1 Prozent. Im Detail beläuft sich der Zuwachs des Exports in nichteuropäische Länder auf 23,7 Prozent, mit positiven Ergebnissen für alle Kontinente: Die Zunahmen betragen 36,2 Prozent nach Ozeanien und sonstige (plus 13,8 Millionen Euro), 28,2 Prozent bzw. plus 102 Millionen Euro nach Amerika, 21,5 Prozent bzw. plus 86,9 Millionen Euro nach Asien und 7,5 Prozent bzw. plus 5,7 Millionen Euro nach Afrika. In Amerika wachsen die Ausfuhren in die USA um plus 22,2 Prozent bzw. plus 52,9 Millionen Euro. <BR /><BR />Eine geringere Zunahme verzeichnen hingegen die Ausfuhren in europäische Länder, die nicht der EU-27-Post-Brexit angehören (plus 11,7 Prozent und plus 63,4 Millionen Euro). Die größten Zuwächse verzeichnen dabei das Vereinigte Königreich (plus 14,4 Prozent und plus 16,8 Millionen Euro) und die Schweiz (plus 8,5 Prozent und plus 21,4 Millionen Euro), während die Ausfuhren nach Russland praktisch unverändert bleiben (plus 0,4 Prozent und plus 0,2 Millionen Euro).<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="806594_image" /></div> <BR />Prozentuell gesehen exportiert Südtirol im Vergleich zum Trentino vermehrt in die Schweiz, nach Schweden, in die Tschechische Republik, nach Deutschland, Österreich, in die Slowakei und in geringerem Maße in das Vereinigte Königreich, nach Frankreich und Amerika (Spezialisierungsindex größer als 1).<BR /><BR /><b>Importe aus dem Vereinigten Königreich brechen ein</b><BR /><BR />Der Hauptanteil der Einfuhren nach Südtirol kommt aus den EU-Staaten (89,2 Prozent). Der Gesamtwert der weltweiten Einfuhren ist im Vergleich zu 2020 um 23,7 Prozent gestiegen. Die wichtigsten Handelspartner sind weiterhin Deutschland (41,1 Prozent der gesamten Einfuhren) und Österreich (21,7 Prozent); aus diesen beiden Ländern kommen fast 2 Drittel der Einfuhren. Es folgen die Niederlande (5,6 Prozent) und Frankreich (4,1 Prozent).<BR /><BR />Unter den 10 wichtigsten Handelspartnern verzeichnen Spanien, Belgien und Polen die stärksten Zunahmen bei den Einfuhren gegenüber 2020, und zwar jeweils um 125,1, 83 und 81,7 Prozent. Auch der Import aus den 2 größten Partnerländern Deutschland und Österreich steigt in bedeutendem Maße, jeweils um 11,7 und 9,8 Prozent.<BR /><BR />Was die Änderungen in absoluten Werten betrifft, steigen vor allem die Einfuhren aus Deutschland (plus 233,8 Millionen Euro), Österreich (plus 104,3 Millionen Euro), Frankreich (plus 89,5 Millionen Euro) und Spanien (plus 80,7 Millionen Euro).<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="806597_image" /></div> <BR />Eine geringere Zunahme verzeichnen die europäischen Länder, die nicht der EU-27-Post-Brexit angehören (plus 7,8 Prozent): Ausschlaggebend war in diesem Fall der Einbruch des Imports (minus 35,1 Prozent) aus dem Vereinigten Königreich, das nicht mehr der EU angehört. Der Import aus der Schweiz steigt um 7,8 Prozent. Der Import aus nichteuropäischen Ländern meldet wiederum eine stärkere Zunahme (plus 24,4 Prozent), vor allem dank dem Import aus Asien (plus 104,7 Millionen Euro bzw. 38,5 Prozent).<BR /><BR />Der Zuwachs aus China, dem fünften Herkunftsland der Südtiroler Einfuhren (3,7 Prozent), betrug plus 54,7 Millionen Euro, bzw. plus 37 Prozent. Die Einfuhren aus Amerika steigen nur mäßig (plus 1,9 Millionen Euro bzw. plus 2,4 Prozent), auch wenn die Warenflüsse aus den USA erheblich gewachsen sind (plus 6,3 Millionen, bzw. plus 17,3 Prozent); eine leichte Abnahme verzeichnet zudem der Import aus Afrika (minus 0,8 Prozent) und Ozeanien (minus 1,8 Prozent), mit minimalen<BR />Abweichungen in absoluten Werten.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="806600_image" /></div> <BR />Prozentuell gesehen importiert Südtirol im Vergleich zum Trentino vermehrt aus Österreich, Deutschland, sowie aus der Tschechischen Republik und in geringerem Maße aus Frankreich, Amerika und Asien.<BR /><BR /><b>Die Wirtschaftssektoren</b><BR /><BR />Über die Klassifizierung der Güter nach Unterabschnitt des Produktes gemäß Klassifikation der Wirtschaftstätigkeiten ATECO 2007 können die Sektoren, die am stärksten im Außenhandel vertreten sind, und die entsprechende Dynamik ermittelt werden.<BR /><BR /><b>Sektor Lebensmittel, Getränke und Tabakwaren führt die Südtiroler Ausfuhren an</b><BR /><BR />Den größten Anteil an den Außenhandelsströmen haben die Sektoren Lebensmittel, Getränke und Tabakwaren (16,5 Prozent, plus 7,3 Prozent im Vergleich zu 2020), Maschinen und Apparate a.n.g. (a.n.g. - anderweitig nicht genannt, 16,1 Prozent, plus 12,4 Prozent), Fahrzeuge (13,8 Prozent, plus 25 Prozent), Grundmetalle und Metallerzeugnisse, ausgenommen Maschinen und Anlagen (12,9 Prozent, plus 17 Prozent), und Erzeugnisse der Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei (11,5 Prozent, plus 6,1 Prozent).<BR /><BR />Wird die Analyse auf die anderen Bereiche unter den 10 wichtigsten Wirtschaftssektoren ausgeweitet, so zeigen sich die höchsten Zunahmen in den Bereichen Elektrische Ausrüstungen (plus 61 Prozent), gefolgt von Holzwaren, Papier, Pappe und Waren daraus (plus 21,7 Prozent), Herstellung von Textilien, Bekleidung, Leder, Lederwaren und Schuhen (plus 18,3 Prozent), Gummi- und Kunststoffwaren, andere Erzeugnisse aus der Verarbeitung von Steinen und Erden (plus 15,8 Prozent), während die Erzeugnisse des sonstigen verarbeitenden Gewerbes (plus 6,8 Prozent) nur in unterdurchschnittlichem Maße steigen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="806603_image" /></div> <BR />In absoluten Zahlen tragen vor allem Elektrische Ausrüstungen (plus 170,2 Millionen Euro im Vergleich zu 2020), Fahrzeuge (plus 159,3 Millionen Euro), Grundmetalle und Metallerzeugnisse, ausgenommen Maschinen und Anlagen (plus 107,5 Millionen Euro), Maschinen und Apparate a.n.g. (plus 102,0 Millionen Euro) zum Anstieg des Exports bei. Kein Wirtschaftssektor verzeichnet bedeutende Abnahmen in absoluten Werten.<BR /><BR />Die Südtiroler Ausfuhren sind im Vergleich zum gesamtstaatlichen Durchschnitt stark auf die Sektoren Landwirtschaft und Lebensmittel spezialisiert (Spezialisierungsindex von 7,6 bei Erzeugnissen der Landund Forstwirtschaft und Fischerei und von 1,9 bei Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren) sowie auf die Holzwaren, Papier, Pappe und Waren daraus (2,2) und Verlagswesen, audiovisuelle Medien und Rundfunk (1,9), wobei der letzte Bereich in absoluten Zahlen nur geringfügig zu den Ausfuhren beiträgt.<BR /><BR /><b>Einfuhren: Starke Zunahme für Grundmetalle und Lebensmittel</b><BR /><BR />Die wichtigsten Sektoren der Einfuhren sind Lebensmittel, Getränke und Tabakwaren (16,7 Prozent), Grundmetalle und Metallerzeugnisse, ausgenommen Maschinen und Anlagen (14,9 Prozent) und Maschinen und Apparate a.n.g. (10,7 Prozent).<BR /><BR />Die ersten 2 genannten Wirtschaftsbereiche verzeichneten 2021 eine starke Zunahme (jeweils plus 28,2 Prozent und plus 42,7 Prozent), der dritte hingegen nur einen mäßigen Zuwachs (plus 5,4 Prozent). Die restlichen der 10 wichtigsten Unterabschnitte nach Produkt melden weiterhin positive Werte. Prozentmäßig steigen vor allem Datenverarbeitungsgeräte, elektronische und optische Erzeugnisse (plus 46,6 Prozent), Fahrzeuge (plus 43,5 Prozent) und Holzwaren, Papier, Pappe und Waren daraus (plus 37,2 Prozent). Auch in allen anderen Sektoren betragen die Zuwächse über 10 Prozent. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="806606_image" /></div> <BR />In absoluten Werten steigen vor allem die Unterabschnitte Grundmetalle und Metallerzeugnisse, ausgenommen Maschinen und Anlagen (plus 241 Millionen Euro), Lebensmittel, Getränke und Tabakwaren (plus 198,4 Millionen Euro), Holzwaren, Papier, Pappe und Waren daraus (plus 107,8 Millionen Euro) und Elektrische Ausrüstungen (plus 78,7 Millionen Euro). Die einzigen Abnahmen betreffen die Unterabschnitte Verlagswesen, audiovisuelle Medien und Rundfunk (minus 4,6 Millionen Euro) und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen (minus 1,7 Millionen Euro).<BR /><BR />Südtirol importiert im Vergleich zum gesamtstaatlichen Durchschnitt verhältnismäßig mehr Produkte der Unterabschnitte Holzwaren, Papier, Pappe und Waren daraus (Spezialisierungsindex von 2,8), Verlagswesen, audiovisuelle Medien und Rundfunk (2,8), Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft und Fischerei (2,3) und Elektrische Ausrüstungen (1,7).<BR /><BR /> Die größere Spezialisierung in diesen Bereichen hängt nicht nur von den Eigenschaften der Südtiroler Nachfrage ab, wie bei der Analyse nach Produkt noch ausgeführt werden wird, sondern auch von der tragenden Rolle, die Südtirol für Italien im Handelssektor spielt. Während die Einfuhren im Verlagswesen mit der Nachfrage nach deutschsprachigem Material zusammenhängen, werden einige Nahrungsmittel, wie etwa Zucker, eingeführt und anschließend auch außerhalb Südtirols verkauft.<BR /><BR /><b>Die wichtigsten vermarkteten Waren</b><BR /><BR />Über die Analyse der Unterkapitel der Güterklassifikation (KN8) der Waren, die bei den Erhebungen zum Außenhandel von der Europäischen Union verwendet wird (über 1000 Warengruppen), können die Handelsbeziehungen mit dem Ausland detaillierter betrachtet und die wichtigsten Export- und Importprodukte des Jahres 2021 bestimmt werden. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Angaben zur Einfuhr zwar der jeweiligen Zielprovinz zugerechnet werden, es aber<BR />vorkommen kann, dass die Importware für einen unmittelbaren Weiterverkauf außerhalb Südtirols bestimmt ist.<BR /><BR /><b>Bestandteile und Zubehör für Traktoren und Transportfahrzeuge kehren an den ersten Platz zurück</b><BR /><BR />Die Rangliste der Exportgüter führt die Kategorie Bestandteile und Zubehör für Traktoren und Transportfahrzeuge an, mit einem Exportwert von 484,2 Millionen Euro, bzw. 8,4 Prozent der gesamten Ausfuhren. Sie erobern somit den ersten Platz in der Warengruppe zurück, den sie im Jahr 2020 verloren hatten, wobei Deutschland mit 162,0 Millionen Euro (33,4 Prozent), der Hauptimporteur dieser Waren ist. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="806609_image" /></div> <BR />Frische Äpfel, Birnen und Quitten erreichen im Jahr 2021 mit einem Exportwert von 478,8 Millionen Euro (8,3 Prozent des Gesamtwertes) nur mehr den zweiten Platz. Auch für diese Warengruppe, die die Rangliste jahrelang angeführt hat, ist Deutschland mit 166,2 Millionen Euro (34,7 Prozent)<BR />das wichtigste Zielland. Das drittbeste Gesamtergebnis im Bereich der Exporte belegt Brot und Gebäck (260,3 Millionen Euro bzw. 4,5 Prozent der gesamten Exporte); 14,3 Prozent dieser Produkte werden nach Saudi Arabien und 13,5 Prozent nach Deutschland ausgeführt.<BR /><BR />Bei den meist importierten Waren hingegen stehen Elektromotoren und elektrische Generatoren (ausgenommen Stromerzeugungsaggregate) mit 164,1 Millionen Euro bzw. 3 Prozent des Gesamtimports an erster<BR />Stelle. 2020 stand diese Warengruppe noch an zweiter Stelle. Importiert werden diese Produkte vor allem aus Deutschland (63,7 Prozent), Südkorea (17,3 Prozent) und China (15,2 Prozent). <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="806612_image" /></div> <BR /><BR />Vom dritten auf den zweiten Platz aufgestiegen sind Rohr- und Rübenzucker und chemisch reine Saccharose mit 162,3 Millionen Euro bzw. 3 Prozent der gesamten Importe. Die Hauptherkunftsländer sind<BR />Deutschland (90,9 Prozent), Belgien (2,5 Prozent) und Österreich<BR />(2,3 Prozent). Auf Platz 3 folgt Holz, in der Längsrichtung gesägt oder gesäumt, gemessert oder geschält, auch gehobelt, geschliffen oder an den Enden verbunden mit 125,3 Millionen Euro bzw. 2,3 Prozent der gesamten Importe, welches hauptsächlich aus Österreich<BR />(81,7 Prozent), Deutschland (8 Prozent) und Finnland (2,6 Prozent) importiert wird. Dieses Produkt stand 2020 in absoluten Zahlen an siebter Stelle der Importrangliste.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="806615_image" /></div> <BR /><b>Wirtschaftstreibende im Exportbereich</b><BR /><BR />Im Jahr 2018 wurde eine Vereinfachung im Intrastat eingeführt; diese sieht neue Schwellen für die Abgabenbefreiung zugunsten von Wirtschaftstreibenden vor, welche die Meldung einreichen müssen, auf der die verwendeten Daten basieren. Es ist daher nicht mehr möglich, Angaben zu den Exporteuren zu erhalten, die weniger als die Mindestmenge exportieren und seit 2018 von der Abgabe der Monatsmeldungen(1) befreit sind. Die Daten sind deshalb auch nicht mehr mit jenen bis zum Jahr 2017 vergleichbar.<BR /><BR /> 2062 Wirtschaftstreibende haben im Jahr 2021 Waren ins Ausland verkauft, 9,5 Prozent weniger als 2020, als es noch 2164 waren. Ungefähr 50 Prozent des Wertes aller Ausfuhren werden von 22 Wirtschaftstreibenden erbracht, während 231 Wirtschaftstreibende 90 Prozent der Ausfuhren besorgen. Die 515 Exporteure nach Deutschland vertreiben Waren im Wert von 3,6 Millionen Euro pro Wirtschaftsteilnehmer. Der Absatzmarkt, der die meisten Exporteure zählt, ist der Schweizer Markt (1051), während sich der österreichische Markt mit 474 Einheiten an dritter Stelle befindet. In beiden Fällen sind die entsprechenden Durchschnittswerte pro Exporteur (0,3 bzw. 1,1 Millionen Euro) deutlich geringer als jene der nach Deutschland exportierenden Wirtschaftstreibenden.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="806618_image" /></div> <BR />76 Prozent der Wirtschaftstreibenden weisen einen Exportumsatz von weniger als einer halben Million Euro auf, während nur 4,4 Prozent mehr als 10 Millionen Euro an Exportumsätzen erzielen.<BR /><BR />59,6 Prozent der Wirtschaftstreibenden exportieren ihre Waren in einen einzigen Zielmarkt und weisen somit eine geringe geografische Diversifizierung mit daraus folgender starker wirtschaftlicher Abhängigkeit auf. 9,7 Prozent verkaufen lediglich in 2 Länder, während 6,3 Prozent ihre Waren in 3 verschiedene Länder exportieren.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="806621_image" /></div> <BR />24,5 Prozent der Wirtschaftstreibenden exportieren ihre Waren in mehr als 3 Länder. Es besteht ein direkt proportionaler Zusammenhang zwischen Exportwert und Anzahl der Länder, in die exportiert wird. Die wenigen Unternehmen mit hohem Exportumsatz sind auch jene, welche in eine größere Anzahl von Ländern exportieren.<BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />