Dienstag, 07. Juli 2020

Südtiroler Unternehmen beweisen Flexibilität in der Coronakrise

Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltungsreihe „Zukunftswerkstatt Südtirol“ der Handelskammer Bozen stehen die Herausforderungen, auf welche die Südtiroler Unternehmen durch die Covid-19-Pandemie in kürzester Zeit reagieren mussten.

Im Bild v.l.: Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer Bozen, Handelskammerpräsident Michl Ebner, Jessika Pernthaler, Geschäftsführerin der Selectra AG und WIFO-Direktor Georg Lun.
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Im Bild v.l.: Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer Bozen, Handelskammerpräsident Michl Ebner, Jessika Pernthaler, Geschäftsführerin der Selectra AG und WIFO-Direktor Georg Lun. - Foto: © Handelskammer
Laut einer Umfrage des WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen, bei der 1400 Südtiroler Unternehmen befragt wurden, beeinflusste die Covid-19-Pandemie alle Aspekte der betrieblichen Tätigkeit von der Logistik über den Einkauf bis hin zu Finanz- und Personalverwaltung.

Großhandel gehört zu stärksten betroffenen Sektoren

Auch der Elektrogroßhändler Selectra hat in den letzten Monaten zahlreiche interne Maßnahmen getroffen, um trotz Krise weiter operativ bleiben zu können.

Beim Online-Treffen am gestrigen Montag berichtete das Unternehmen Selectra, wie Corona seinen Geschäftsalltag beeinflusst hat.

Neben der Umsetzung der Corona-Schutzmaßnahmen wurden unter anderem tägliche Onlinemeetings abgehalten, die Ressourcen im Telefoneinkauf verstärkt, die Lagerbestände und Umschlagshäufigkeit überwacht sowie die Lohnausgleichsgelder für die Mitarbeiter durch das Unternehmen vorfinanziert.

Der Großhandel gehört neben dem Tourismus, dem Einzelhandel, den Automobilzulieferern, der Weinwirtschaft und den persönlichen Dienstleistungen zu den an den stärksten betroffenen Sektoren.

„Viele Südtiroler Unternehmen bestmöglich auf Herausforderungen reagiert“

„Trotz aller Erschwernisse konnten wir durchaus auch Positives aus der Situation mitnehmen: Wir sammelten wertvolle Erfahrungen in der Unternehmensführung auf Distanz und bauten die interne Digitalisierung weiter aus. Außerdem hatten wir die Möglichkeit, bestimmte Prozesse im Unternehmen genauer unter die Lupe zu nehmen und Routinen in Frage zu stellen“, berichtet Selectra-Geschäftsführerin Jessika Pernthaler.

„Viele Südtiroler Unternehmen haben schnell und bestmöglich auf die Herausforderungen der Corona-Krise reagiert, dennoch befinden sich viele in einer schwierigen Situation. Die öffentliche Hand muss diesen Betrieben auch in finanzieller Hinsicht unter die Arme greifen“, ist Handelskammerpräsident Michl Ebner überzeugt.

stol

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