Dienstag, 17. November 2020

„Tests sind eine Frage der Sicherheit am Arbeitsplatz“

Die Teilnahme an den landesweiten Tests ist eine Frage der Arbeitssicherheit, stellte Landeshauptmann Arno Kompatscher am Dienstagabend klar.

350.000 Südtiroler sind am Wochenende zum Coronatest geladen. Die Frage, ob die Tests verpflichtend seien oder nicht, sorgte in den vergangenen Tagen für viel Verunsicherung.
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350.000 Südtiroler sind am Wochenende zum Coronatest geladen. Die Frage, ob die Tests verpflichtend seien oder nicht, sorgte in den vergangenen Tagen für viel Verunsicherung. - Foto: © APA (Archiv/dpa) / Karl-Josef Hildenbrand
Die Sorge, die Teilnahme am landesweiten Coronatest sei Voraussetzung, um in den Südtiroler Betrieben weiterhin arbeiten zu dürfen, hatte in den vergangenen Tagen für viel Verunsicherung gesorgt.

Landeshauptmann Arno Kompatscher stellte am Dienstagabend bei einem Informationsaustausch mit den Mitgliedern des Landtags klar: „Massentests und Sicherheitsprotokolle sind 2 verschiedene Ebenen.“
Die Verordnung Nr. 69 vom 12. November legt fest, dass die Sicherheitsprotokolle der Unternehmen ergänzt werden müssen. In Situationen, in denen andere Sicherheitsmaßnahmen – etwa genügend Abstand zueinander – nicht ausreichen, um vor einer Infektion zu schützen, darf nur solches Personal eingesetzt werden, das einen negativen Coronatest vorweisen kann.

„Die Tests am Wochenende sind eine Gelegenheit, dieses Protokoll zu erfüllen“, sagte Landeshauptmann Kompatscher. „Weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer werden gezwungen. Es ist eine Frage der Arbeitssicherheit.“

Kompatscher zog den Vergleich zur Verwendung von Sicherheitsschuhen – wer sich weigere, etwa auf Baustellen solche zu tragen, müsse die entsprechenden Konsequenzen tragen. „Unternehmen müssen Risikosituationen identifizieren, Maßnahmen gegen eine mögliche Ansteckung setzen oder getestetes Personal einsetzen.“

Am Dienstagabend wurde die Verordnung zur Regelung der Tests veröffentlicht.

kn

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