Freitag, 07. Februar 2020

Volksbank: Verlust von 84,4 Millionen Euro

Die Südtiroler Volksbank musste im Geschäftsjahr 2019 einen Verlust von 84,4 Millionen Euro hinnehmen, wie die Bank am Freitag in einer Pressekonferenz mitteilte. Das Ergebnis sei nach wie vor vom „außerordentlichen buchhalterischen Effekt der Abwertung des Firmenwerts geprägt“, hieß es. Im ersten Halbjahr verzeichnete die Bank noch einen Verlust von 101 Millionen Euro.

Volksbank-Generaldirektor Johannes Schneebacher (links) und Präsident Otmar Michaeler.
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Volksbank-Generaldirektor Johannes Schneebacher (links) und Präsident Otmar Michaeler.

Nach Steuern habe man im zweiten Halbjahr also 17 Millionen Euro erwirtschaftet, betonte die Volksbank-Führung am Freitag.

Dieses Aufholen sei nur möglich, da sich das Kerngeschäft „weiterhin nachhaltig und positiv entwickelt hat – und zwar quer über das gesamte Einzugsgebiet“, hieß es. „Operativ ist und bleibt die Volksbank eine starke Bank, was sich auch in allen wichtigen Kennzahlen widerspiegelt.“

Die Soliditätskennzahlen der Volksbank seien signifikant gestiegen, sagte die Banken-Führung am Freitag: Die Gesamtkapitalquote TCR (phased in) sei von 13,3 (2018) auf 15,0 Prozent (2019) gestiegen.

Auch die Eigenkapitalsituation der Bank habe sich weiter verbessert:
„Unsere Kernkapitalquote CET 1 ratio beträgt 12,8 Prozent.“

Damit sei die Volksbank für eine weitere Umsetzung der Stand-alone-Strategie „gut gerüstet, ohne auf Kapitalerhöhungen zurück greifen zu müssen“, hieß es am Freitag, womit auch allen Fusions-Gerüchten ein Ende erteilt wurde.

sor