Mittwoch, 26. Februar 2020

Warm und trocken

Dieser Winter war ungewöhnlich warm. In Europa waren sowohl Dezember als auch Jänner so mild wie nie zuvor. „Je weiter nach Norden man schaut, desto extremer sind die Daten“, sagt Eurac-Forscher Georg Niedrist. Auch Regen wird sehnlich erwartet. Der „WIKU“ geht in der aktuellen Ausgabe der Frage nach, welche Folgen das veränderte Wetter für die Südtiroler Landwirtschaft hat.

Das warme Wetter beeinflusst die Vegetationsperiode auch hierzulande.
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Das warme Wetter beeinflusst die Vegetationsperiode auch hierzulande. - Foto: © www.smg.bz.it / IDM Südtirol/Stefan Schütz
Der italienische Bauernverband Coldiretti ist alarmiert: Er meldete Sorgen an wegen des „brütenden Winters mit plus 1,65 Grad in Italien“.

Und tatsächlich: Die Mimosen in Ligurien blühen schon, die Mandelbäume in Sizilien und Sardinien ebenfalls. Auch in den Abruzzen sind die Pfirsichbäume einen Monat zu früh aus der Winterruhe erwacht, die Marillenbäume in der Emilia Romagna und in Apulien haben Knospen.

Das warme Wetter beeinflusst die Vegetationsperiode auch hierzulande. Niedrist: „Die Apfelbäume zum Beispiel haben den ,Winterschlaf„ abgeschlossen und fangen mit den Vorbereitungen für den Austrieb an.“

Auch der Wald ist betroffen. Mario Broll, Direktor der Landesabteilung Forstwirtschaft, erklärt: „Ein warmer Winter wie dieser kann je nach Standort für Bäume zu Stresssituationen führen, aber man kann nicht generell sagen: ,Der Wald leidet brutal darunter„“, weiß er.

Wo es kritisch ist und welche Maßnahmen die Bauern treffen lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des „WIKU“ am Mittwoch.




stol