Freitag, 05. März 2021

Winter(saison) ade: „Wir sehen uns im Sommer“

Mit der Verlängerung der Schließung der Aufstiegsanlagen bis 6. April fällt nun auch das Ostergeschäft ins Wasser, weshalb der Skipassverbund Dolomiti Superski entschieden hat, die Wintersaison endgültig abzusagen. Jetzt hofft man auf den Sommer.

Die Lifte stehen still. - Foto: © shutterstock
Den einzelnen Liftgesellschaften bleibe es natürlich freigestellt, nach dem vom Dekret der Regierung Draghi festgelegten Datum einzelne Lifte in Betrieb zu nehmen, sollten die Voraussetzungen gegeben sein.

„Es tut uns wirklich sehr leid für unsere Gesellschafter, unsere Mitarbeiter und alle, die zur Branche des Wintertourismus in den Bergen gehören. Vor allem aber tut es uns für die Millionen Gäste leid, die die Dolomiten lieben“, kommentiert Andy Varallo, Präsident von Dolomiti Superski, das neue Regierungsdekret, das am 6. März in Kraft treten wird.

„Bis zuletzt haben wir daran geglaubt, dass unsere Bemühungen, die Skigebiete an die Sicherheitsbestimmungen anzupassen, die erhofften Früchte bringen. Wir sind allen sehr nah, die von der Pandemie besonders hart getroffen wurden, jenen, die auf ein Stück Normalität verzichten mussten und ganz besonders denen, die die Grundlage ihrer Existenz verloren haben. Aber jetzt können wir es kaum erwarten, wieder durchzustarten und die Sommersaison vorzubereiten. Mit unserem Dolomiti SuperSummer werden Bergliebhaber, ganz einerlei ob Wanderer, Mountainbiker oder Familien, die Dolomiten genauso hautnah erleben können, wie im Winter“, so Varallo.

Alle Erstattungsmaßnahmen zugunsten von Saisonskipassbesitzern von Dolomiti Superski und der Talschaften aus der vorzeitig abgebrochenen Wintersaison 2019-20 werden auch in der kommenden Wintersaison 2021-22 gültig sein, heißt es in einer Presseaussendung.

Auch Meran 2000 bleibt zu

Auch das Skigebiet Meran2000 bleibt geschlossen . „Wir werden heuer sicher nicht mehr öffnen“, sagt Präsidentin Sonja Pircher. Die Saison war eh nur bis zum 4. April geplant. Die Bewegungsfreiheit ist grundsätzlich schon eingeschränkt, doch mit den Sperrzonen im Rücken – darunter Meran und Schenna –, „macht das für uns einfach gar keinen Sinn“. Im Rückblick, so Pircher bitter, wäre es besser gewesen, die Wintersaison von Anfang an zu streichen.


Und selbst in der Alpin Arena Schnals sieht man das mittlerweile ähnlich. Obwohl, wie der Leiter Marketing und Vertrieb, Stefan Hütter sagt, man noch immer hofft, doch ein paar Wochen öffnen zu können. „Für die Talpisten schwindet die Hoffnung, für die Gletscherpisten besteht sie noch“, sagt Hütter. Man plane nur mehr wochenweise, sei aber jederzeit schnell gerüstet für den Skibetrieb, den man bis in den Mai hinein garantieren könnte. „Für uns wäre jetzt Hochsaison“, sagt Hütter.

Im Nordtiroler Ischgl geht hingegen heuer ebenfalls nichts mehr: Das Skigebiet will seine Liftanlagen heuer nicht mehr in Betrieb nehmen, teilte die Silvrettaseilbahn AG am Mittwoch mit – „angesichts des nach wie vor beunruhigenden Infektionsgeschehens, der verschärften Reiserestriktionen und der noch immer fehlenden Perspektiven für Öffnungsschritte in Gastronomie und Hotellerie“.

Wie berichtet war die Öffnung der Skigebiete bereits mehrfach verschoben worden. Bereits Mitte Februar erklärte Landeshauptmann Arno Kompatscher, dass eine Öffnung der Skigebiete wenig Sinn mache und unwahrscheinlich sei.

stol/ih

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