Es ist kein Geheimnis, dass seit der Zinswende der Zentralbanken, die Finanzierungskosten erheblich gestiegen sind. Das bekommen jene, die ein variables Darlehen haben, seit geraumer Zeit in Form von höheren Monatsraten schmerzlich zu spüren. Ebenso alljene, die kürzlich einen Kredit aufgenommen haben und dafür deutlich mehr zahlen müssen als noch vor einigen Jahren. Zuletzt stieg etwa der durchschnittliche Zinssatz bei Eigenheimfinanzierungen von 3,95 Prozent im Januar auf 4,12 Prozent im Februar, wie Daten der Banca d'Italia jüngst zeigen. <BR /><BR />Dass die Zinsen in nächster Zeit weiter steigen werden, gilt als sehr wahrscheinlich, zumal der Kampf gegen die Inflation längst nicht gewonnen scheint. Auch 2024 dürfte die Teuerungsrate in der Eurozone über dem angestrebten Zielwert von 2 Prozent liegen, man rechnet mit 2,9 Prozent. Kurzum: Bleibt die Inflation erhöht, bleiben es die Zinsen auch.<h3> Andere Faktoren werden wichtiger</h3>Allerdings: „Wenn die Inflation besiegt ist, werden die Zentralbanken die Zinssätze senken und sie mehr oder weniger auf den Stand vor Covid zurückbringen. Das liegt daran, dass die Pandemie und der Krieg in der Ukraine außergewöhnliche Faktoren waren“, so der IWF. „Mittelfristig aber werden die strukturellen Faktoren, darunter in erster Linie die Demografie und die niedrige Produktivität, die den Rückgang der Zinssätze seit Mitte der 1980er Jahre angetrieben haben, wieder die Oberhand gewinnen.“ Zur Erinnerung: Vor Corona gab es in der Eurozone eine lange Phase mit Niedrigzinsen. <BR /><BR />