Freitag, 03. Juli 2020

Zukunftswerkstatt 2020: Südtiroler Unternehmen und das Coronavirus

Das Auftakttreffen der Veranstaltungsreihe „Zukunftswerkstatt Südtirol“ der Handelskammer Bozen fand am Donnerstag statt. Die diesjährige Ausgabe wird online abgehalten und diskutiert die Herausforderungen, auf welche die Südtiroler Unternehmen durch die Covid-19-Pandemie in kürzester Zeit reagieren mussten. Beim 1. Treffen berichtete das Unternehmen VITALIS Dr. Joseph aus Bruneck von seinen Erfahrungen.

Joseph und Fabian Franz vom Unternehmen VITALIS Dr. Joseph, Handelskammerpräsident Michl Ebner, WIFO-Direktor Georg Lun und Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer Bozen.
Badge Local
Joseph und Fabian Franz vom Unternehmen VITALIS Dr. Joseph, Handelskammerpräsident Michl Ebner, WIFO-Direktor Georg Lun und Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer Bozen. - Foto: © Handelskammer Bozen
Die Ausbreitung des Coronavirus und die darauffolgenden Einschränkungsmaßnahmen haben zu einem starken Rückgang der wirtschaftlichen Tätigkeit geführt. Laut eines kürzlich veröffentlichten Berichts des WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung – der Handelskammer Bozen berichten 72 Prozent der Unternehmen von erheblichen Auswirkungen durch die Aussetzung der betrieblichen Tätigkeit.

Weitere negative Folgen waren unter anderem Finanz- und Liquiditätsprobleme, Versorgungsschwierigkeiten und Schwierigkeiten in der Logistik. Einige Südtiroler Unternehmen waren von den Betriebsschließungen nicht betroffen.

Eines dieser Unternehmen ist VITALIS Dr. Joseph, das hochwertige Naturkosmetik für Hotels, Kosmetikinstitute und ausgewählte Concept Stores entwickelt. Da das Familienunternehmen auch Produkte für Apotheken und Reformhäuser herstellt, konnte der Betrieb während des Lockdowns weitergeführt werden. „Neben den bekannten Hygienemaßnahmen teilten wir unser Produktionsteam in unabhängig voneinander arbeitenden Gruppen auf, um eine Quer-Infektion möglichst zu vermeiden und – im schlimmsten Fall – trotzdem operativ zu bleiben. Zudem wurden alle Mitarbeiter/innen der Verwaltung und des Einkaufs ins Homeoffice überstellt. So konnten wir den Service für unsere Kund/innen im In- und Ausland aufrechterhalten“, erklärt Fabian Franz vom Management.

„Der Covid-19-Notstand ist für viele Unternehmen eine existenzielle Gefahr. Gerade im Hinblick auf die nächsten schwierigen Monate braucht es mutige Entscheidungen der Politik. Ein entschlossener Bürokratieabbau und eine Vereinfachung der öffentlichen Verwaltung kann die dafür nötigen Ressourcen freimachen“, betont Handelskammerpräsident Michl Ebner.

Die nächsten 2 Treffen finden am Montag, den 6. Juli mit dem Gastunternehmen Selectra Großhandel AG und am 23. Juli mit dem Gastunternehmen Brauerei Forst AG statt. Beginn ist jeweils um 18 Uhr. Die Anmeldungen zu den Online-Events sind online möglich.

stol