Gegenüber den ermittelnden Staatsanwälten gestand der Ingenieurstudent, Giulia mit Messerstichen getötet zu haben. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="968704_image" /></div> <BR />Beim Geständnis brach Filippo Turetta in Tränen aus, berichtete sein Anwalt Giovanni Caruso. Der Student habe von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht, es aber für notwendig erachtet, spontane Erklärungen abzugeben, in denen er grundsätzlich die gegenüber der deutschen Polizei gemachten Geständnisse im Wesentlichen bestätigte, erklärte Caruso.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="968683_image" /></div> <BR /><BR />In diesen Erklärungen hatte der 22-Jährige gesagt, er habe Giulia getötet und dann nicht den Mut gehabt, sich selbst das Leben zu nehmen. Er habe mehrmals daran gedacht, mit seinem Auto gegen ein Hindernis zu fahren, um Suizid zu begehen. „Wiederholt habe ich mir ein Messer an die Kehle gesetzt, aber ich hatte nicht den Mut, alles zu beenden“, zitierte Carusa seinen Mandanten Turtetta. <BR /><BR />Das Verhör fand im Gefängnis von Montorio Veronese in Verona statt, wo Turetta am Samstagmorgen nach seiner Auslieferung aus Deutschland eingeliefert worden war.<h3> Rund um die Uhr bewacht</h3>Turetta wird zu seiner eigenen Sicherheit rund um die Uhr bewacht und hat keinen Kontakt zu Gefangenen. Das Ergebnis der Untersuchung wird sich auf die Schwere der Anschuldigungen auswirken, und es zeichnet sich bereits ein Krieg zwischen Gutachtern ab, wobei die Anwälte der Familie des Opfers versichern: „Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie die Anwälte Turettas versuchen werden, ihn als psychisch gestört darzustellen“.<BR /><BR />Laut dem Anwalt der Familie Cecchettin hatte sich Turetta vor dem Mord als „Stalker“ verhalten, was Giulia in einen Zustand der „Orientierungslosigkeit und erheblicher Angst“ versetzt hat. Der Student hat inzwischen um Bücher gebeten, um sein Universitätsstudium fortzusetzen. Er bat auch um die Möglichkeit, seine Eltern treffen zu können. <BR /><BR />Turettas Zellennachbar ist der wegen des Mordes an seinen Eltern Laura Perselli und Peter Neumair zu lebenslanger Haft verurteilte Bozner Benno Neumair.