Der 64. Ferruccio Busoni-Klavierwettbewerb ist am Mittwoch in Bozen gestartet und das Interesse ist so groß wie nie zuvor. <BR /><BR />Insgesamt hatten sich fast 600 Nachwuchspianisten für den Wettbewerb angemeldet. 110 Kandidaten wurden von einer Jury ausgewählt, um an dem Vorentscheid, dem Glocal Piano Project, teilzunehmen. <BR /><BR />Dieser fand über 10 Tage im November 2022 in Steinway & Sons Showrooms weltweit statt. Diese Gestaltung des Vorentscheids, <a href="https://www.stol.it/artikel/kultur/musik/golcal-piano-project-ein-strategisches-instrument" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">entstanden unter der Coronapandemie, damit Pianisten aus aller Welt noch teilnehmen konnten</a>, wurde überwältigend gut angenommen und deshalb beibehalten.<BR /><BR />„Mit dem Glocal Piano Project steht der Wettbewerb vollkommen anders dar, als je zuvor“, schlägt Peter Paul Kainrath, künstlerischer Leiter des Klavierwettbewerbs, bei einer Pressekonferenz fest. Er hieß die Finalist:innen wilkommen und dankte Jury und Sponsoren. <BR /><BR />Aus den 110 Kandidaten sind 35 Finalisten ausgewählt worden, um in Bozen das Finale anzutreten. Die höchste Teilnehmerzahl in der Geschichte des Wettbewerbs. <BR /><BR />4 Finalisten mussten sich jedoch dem Wettbewerb entziehen – 2 wegen Coronainfektionen, 2 wegen Handverletzungen. <h3> Finale in 4 Phasen</h3>Mit dem wachsenden Kandidatenfeld wachsen auch die Anforderungen an die Finalisten, darunter jetzt auch die Vorbereitung von 2 Konzerten mit Orchester. Die Kandidaten werden sich in Bozen durch eine vierteilige Finalphase spielen – 2 Solorunden, eine Kammermusikrunde und das Finale mit Orchester. <BR /><BR />Das von der Stadt Bozen gestiftete Preisgeld wurde auf 30.000 Euro erhöht. Insgesamt werden Preise im Gesamtwert von über 60.000 Euro vergeben. <h3> Keine Einteilung</h3>Eine weitere Neuheit dieses Jahr ist, dass die Finalisten nicht in Nationen eingeteilt sind. Stattdessen werden die 3 wichtigsten Städte in ihrem Lebenslauf erwähnt – wo sie geboren wurden, wo sie ausgebildet wurden und wo sie derzeit wohnen. <BR /><BR />„Es ist nicht mehr wichtig, aus welcher Nation man kommt. Jeder repräsentiert was Individuelles, nicht die Nation“, erklärt Peter Paul Kainrath. <h3> Viele Möglichkeiten den Wettbewerb zu folgen</h3>Die Finalrunden werden auch digital erlebbar sein. Neben dem Live Stream auf der eigenen Homepage finden auch nationale und internationale Übertragungen statt. Darunter eine Live-Übertragung auf Rai5, ein zeitversetze Übertragung im österreichischen ORF III sowie moderierte Übertragungen in chinesischer, japanischer und koreanischer Sprache. <BR /><BR />Der Wettbewerb läuft bis zum 3. September, wo drei Finalisten im Finale im Stadttheater antreten.