<a href="https://www.stol.it/artikel/politik/bettenstopp-in-der-svp-geht-es-rund" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Am Montag ist in der Sitzung der SVP-Parteileitung über das Thema diskutiert worden.</a> <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/ueberraschendes-nein-zum-bettenstopp-wer-sogar-mit-blockade-droht" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Am Wochenende hatten Bürgermeister aus allen Landesteilen ihre Bedenken angemeldet.</a> Die Zeichen stehen auf Sturm.<BR /><BR />„Wir sind als direkt Betroffene der Meinung, dass sich die Situation grundlegend geändert hat: 2 schwierige Coronajahre liegen hinter uns“, sagt HGV-Präsident Manfred Pinzger. Zudem habe die Tatsache, dass das Tourismusentwicklungskonzept zu Gunsten der Urlaub-auf-dem-Bauernhof-Betriebe abgeändert worden sei „die Büchse der Pandora“ geöffnet. „Wir sind nicht explizit dagegen. Aber vom ursprünglichen Text ist man einseitig abgegangen. Wir fordern eine Gleichbehandlung – auch wenn die Voraussetzungen urbanistischer und steuerlicher Natur total unterschiedlich sind.“ Für den HGV sei es „nicht mehr denkbar, dass wir unsere kleinen Betriebe bei der Stange halten.“ Immerhin betreffe das Gastwirte, für die der Tourismus der Haupterwerb sei. „Es wird einige Kleinbetriebe geben, die gezwungen sein werden, ihren Betrieb einzustellen“, mahnt Pinzger. Dass nur mehr in den Zentren Anpassungen und leichte Erweiterungen möglich seien – „außerhalb der Bettenbörse, die noch zu definieren ist“ – sei „nicht tragbar“, sagt Pinzger. „Die Situation hat sich komplett verändert.“<BR /><BR /><BR /><embed id="dtext86-52741690_quote" /><BR /><BR /><BR />Pinzger bringt auch das Thema der Betriebsnachfolge in die Diskussion ein: „Wir jammern immer, dass wir aus Südtirol zu viel Intelligenz abwandern lassen: Wir haben top junge Leute in unserem Sektor. Denen müssen wir eine Perspektive geben.“ Ein junger Gastwirt, der 25 Zimmer habe, Spitzenqualität anbieten müsse und dabei kein Zimmer mehr dazubauen dürfe: „Das ist untragbar“, illustriert Pinzger.<BR /><BR />„Wir weisen darauf hin, dass man vorsichtig vorgehen muss. Bestehende Klein- und Kleinstbetriebe sollen sich unter bestimmten Voraussetzungen rentabel und wettbewerbskonform aufstellen dürfen. Die gewünschte Qualität kann man nur mit einer bestimmten Quantität bieten – vor allem, was die Infrastrikturen betrifft.“<BR /><BR />Und wie soll es jetzt weitergehen? Pinzger sagt es so: „Wir haben 2017 und 2018 beim Erstellen des Gesetzes für Raum und Landschaft aktiv mitarbeiten dürfen und sind von den zuständigen Landesräten Richard Theiner und Arno Kompatscher respektiert worden. Damals hat man immer von einer Eingrenzung der neuen Betriebe auf der grünen Wiese geredet. Damit erklären wir uns einverstanden. Aber man hat immer davon gesprochen, bestimmte – auch reduzierte – Erweiterungsmöglichkeiten für bestehende Betriebe zu ermöglichen. Dass wir gar nichts mehr tun dürfen, ist nie zur Debatte gestanden.“<BR />