<b>von Flora Brugger</b><BR /><BR />Infolge von Kündigungen und Krankheitsfall kam es im Schülerheim Wasserfall in Auer zu einem Personalnotstand, und mehrere wichtiges Dienste funktionierten nicht mehr zur Zufriedenheit. „Eigentlich müssten die Betreiber froh sein, wenn sich in dieser Situation jemand bewirbt“, sagt Stefan Wedra aus Salurn. Ihm wurde abgesagt. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1008194_image" /></div> Die Absage dürfte nicht an der Qualifikation von <Fett>Stefan Wedra</Fett> (im Bild) liegen. „Ich verfüge über reichlich Erfahrungen in der Jugend- und Kulturarbeit. Ich kann gut organisieren und habe als Berater mit meiner Empathie vielen Menschen geholfen, ihre beruflichen Ziele zu verwirklichen“: So schrieb Wedra in seinem Bewertungsschreiben an die Unternehmensgruppe CLA aus Trient. Dass er an der Universität Bonn ein Theologie- und Pädagogikstudium abgeschlossen hat und auch über die Staatsprüfung für die Lehrämter verfügt, war im Begleitschreiben zu lesen. <BR /><BR />Wedra ist 65 Jahre alt und lebt seit 28 Jahren in Südtirol. „Ich habe derzeit Kapazität frei und könnte kurzfristig im Heim anfangen“, sagt er. Das Gespräch mit der Firma am Telefon sei gut und schon konkret gewesen. Er habe sich bereit erklärt, zum Nachmittagsdienst 2 Nachtdienste abzudecken. Auch das Gehalt hätte gestimmt. Den Hund allerdings, einen Therapiehund, könne er nicht mitbringen. <BR /><BR />Zu einem Vorstellungsgespräch kam es nicht, stattdessen zur Absage: „Nach sorgfältiger Prüfung Ihrer Bewerbungsunterlagen und der von Ihnen genannten Bedingungen bedauern wir, Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir nicht in der Lage sind, Ihrem Wunsch, Ihren Hund mit zur Arbeit zu bringen, nachzukommen“, hieß es im Schreiben. Dabei hatte es Wedra nie zur Bedingung gemacht, seinen Hund mit zur Arbeit nehmen zu können. Vielmehr hatte er den Eindruck, dass das Unternehmen gar niemanden einstellen wolle.<h3> Zahl der nötigen Erzieher ist angeblich erreicht</h3>„Der Bewerber wollte die Aufgabe des Koordinators kombiniert mit jener des Erziehers, übernehmen“, sagt Stefano Gius vom Konsortium CLA. Jetzt sei die Zahl der nötigen Erzieher erreicht. Gearbeitet werde zurzeit mit einem externen Koordinator und 6 Erziehern, 2 von ihnen in Teilzeitstelle, abgestellt von anderen Einrichtungen, die das Konsortium CLA führt. <BR /><BR />„Dies alles ist aber noch nicht definitiv“, betont Gius. Dieser Tage beginne ein neuer Erzieher die Arbeit, der die 2 Mitarbeiter in Teilzeit ablöst. Dann werde einer der Erzieher auch Koordinator, wie es vor der Krise war und gut funktioniert habe. So werde sich die Situation normalisieren; schon jetzt laufe es besser. „Wir müssen den Neuen etwas Zeit lassen, sich einzuarbeiten“, meint Gius.