<b>Von Martin Tinkhauser</b><BR /><BR />„Ich kann nicht leise sein“, sagt Sonu und lacht. Und so war es für die Inderin von Anfang an klar, dass sie mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln die Sprache ihrer neuen Heimat lernen möchte, um ihre sozialen Kontakte leben zu können. Das ist ihr bestens gelungen – und so ist sie nun Teil des HIPPY-Programmes von Caritas und Bezirksgemeinschaft. <BR /><BR />Mit Spiel- und Lernmaterialien, die von der Familienstiftung impuls.de stammen, werden im Projekt HIPPY Kindergartenkinder im Alter von 4 bis 6 Jahren und ihre Eltern im Erlernen der deutschen Sprache unterstützt und ganzheitlich gefördert. Sogenannte Hausbesucherinnen kommen dabei direkt zu den Familien nach Hause.<h3> Hausbesucherin Sonu</h3>Eine von ihnen ist Sonu. „Wir sind im vergangenen Oktober gestartet“, erklärt sie. Als sie vor nunmehr 5 Monaten das erste Mal als HIPPY-Hausbesucherin eine aus Pakistan stammende Familie mit 4 Kindern (2 davon im Kindergartenalter, 2 schon schulpflichtig) besuchte, konnte die Mutter kein Wort Deutsch. „Inzwischen kann sie ganze Sätze fehlerfrei lesen und viele Wörter auch inhaltlich verstehen, und sie spricht auch mit ihren Kindern Deutsch“, zeigt Sonu mit einem Lachen auf.<BR /><BR />Bei ihrem Hausbesuch lesen die Mutter und Sonu eines der mitgebrachten Bücher, „und dann gehen wir es inhaltlich anhand eines Arbeitsheftes durch“, erklärt die Inderin. Andere Dinge, wie etwa die Unterstützung bei den schulischen Hausaufgaben, sind nicht Teil des Programms. Das Buch und das Arbeitsheft bleiben in der Familie, und die Mutter setzt dieselben Schritte, die sie erlernt hat, mit ihren Kindern um.<h3> Das HIPPY-Projekt</h3>Den Müttern oder Eltern, die sie daheim besucht, kann Sonu viel eigene Erfahrung mitgeben und ihnen damit Mut machen, sich mit der anderen Sprache auseinanderzusetzen. Die Geschichten in den HIPPY-Büchern sind für die Kinder spannend und setzen sich mit wichtigen Themen wie etwa Gefühlen oder Unabhängigkeit auseinander.<BR /><BR />Insgesamt betreut die Caritas über das von der Bezirksgemeinschaft mitgetragene HIPPY-Programm derzeit 10 Familien, erklärt Koordinatorin Eva Maria Burgmann. Das Projekt unterstützt die Kinder auch in ihrem sozialen Leben. Die Kinder der HIPPY- Familien haben meist deutschsprachige Freunde im Dorf, „mit denen es mehr Spaß macht, je mehr sie die Sprache verstehen und sich selbst ausdrücken können“, wirft die Mutter der von Sonu betreuten Familie zustimmend ein.