<h3> Werner Frick: „Stimmung des Aufbruchs“</h3><BR /><div class="img-embed"><embed id="1008047_image" /></div> <BR />„Die Wahl von Durnwalder zum Landeshauptmann löste eine echte Aufbruchstimmung aus“, erinnert sich <Fett>Werner Frick</Fett>, der ab 1989 im ersten Kabinett Durnwalder als Landesrat für Handwerk, Handel und Fremdenverkehr tätig war. „Diese hielt beeindruckend lange an.“ Das habe wohl vor allem daran gelegen, dass der damalige Landeshauptmann Luis Durnwalder „trotz Machtfülle und Entscheidungskraft in die Menschen hineinhörte und sie zusammenführen und <BR />-halten konnte. Er steuerte zuverlässig und lebte Eigenverantwortlichkeit und Engagement als gesellschaftliche Tugenden vor“, beschreibt Frick die 25 Jahre dauernde Ära Durnwalder, die vielen Südtirolern noch gut in Erinnerung ist. <h3> Hans Berger: „Hat immer Lunte gerochen“</h3><BR /><div class="img-embed"><embed id="1008050_image" /></div> <BR /><BR />„Als Jungspund hat es mich schon oft geärgert, wenn mir der Landeshauptmann gesagt hat: ,Dazu brauchst du meine Unterschrift und ich gebe sie dir nicht‘“, erinnert sich <Fett>Hans Berger</Fett>, der ab 1993 im Landtag und ab 1999 Landesrat war. „Seine Ruhe, die Weisheit, Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt zu treffen, habe ich sehr bewundert.“ Selbst Durnwalders Strategie, strittige Punkte zu vertagen, habe er schätzen gelernt: „Das war oft der richtige Weg – vieles löst sich, wenn die Zeit reif ist.“ Versuche, den Landeshauptmann in der Landesregierung zu überstimmen, seien jedenfalls immer gescheitert: „Er hat früh genug Lunte gerochen.“ Freundschaft habe sich entwickelt: „Man hat sich stillschweigend verstanden.“ <h3> Richard Theiner: „Arbeitspensum – und Sinn für Humor“</h3><div class="img-embed"><embed id="1008053_image" /></div> <BR /><Fett>Richard Theiner</Fett> war 15 Jahre lang mit Luis Durnwalder in der Landespolitik. „Es war legendär, wie er an den Wochenenden das Land durchpflügt hat – von Termin zu Termin“, sagt er. Überall sei ihm Sympathie entgegengebracht worden. Sinn für Humor habe nie gefehlt: „2008 war der Frosch am Kreuz im Museion <Kursiv>der</Kursiv> Aufreger. In dieser aufgeheizten Atmosphäre haben Durnwalder und ich einen Spaß abgemacht: Er hat uns bei einer Sitzung kreidebleich eröffnet, der Papst werde wegen des Frosches nicht nach Südtirol kommen – blankes Entsetzen unter den Mitgliedern der Landesregierung. Ein Landesrat wollte den Frosch eigenhändig abhängen.“ Erleichterung machte sich breit, als Durnwalder klar machte: Alles nur ein Scherz. <BR /><h3> Sabina Kasslatter Mur: „Habe viel von ihm lernen dürfen“</h3><div class="img-embed"><embed id="1008056_image" /></div> <Fett>Sabina Kasslatter Mur</Fett> war von 1993 bis 2013 an der Seite von Luis Durnwalder politisch aktiv: „Luis Durnwalder hat mir gelegentlich Bären aufgebunden.“ Auch sie war bei der denkwürdigen Sitzung dabei (siehe oben), bei der er seine Landesräte – und Kasslatter Mur als zuständige – mit der angeblichen Nachricht aus dem Vatikan, der Papst würde seinen Südtirolbesuch absagen, ins Bockshorn gejagt hat. Sie habe viele Erinnerungen an Begebenheiten aus „gemeinsamer engagierter Zusammenarbeit, amüsanter, aber auch konfliktbeladener politischer Natur“. Eines sei allen gemeinsam: „Wenn ich es auch damals nicht immer als solches begriff, habe ich in 20 Jahren Landtag und Landesregierung viel von Luis Durnwalder lernen dürfen.“ <h3> Florian Mussner: „Hat immer genau hingehört“</h3><BR /><div class="img-embed"><embed id="1008059_image" /></div> <BR />„Durnwalder hat immer genau hingehört, präzise Fragen gestellt, Schwachpunkte aufgezeigt, Lösungen gesucht“, erinnert sich der langjährige Ladiner-Landesrat <Fett>Florian Mussner</Fett>. „Wenn er sich dann eine Meinung gebildet hatte, war sie so gut wie unumstößlich.“ Für die Anliegen der ältesten Volksgruppe im Land habe Durnwalder viel Verständnis gehabt. „Ich erinnere mich gut: Nach den Wahlen 2003 haben wir bei einem Kaffee über das Programm für die Ladiner gesprochen; Durnwalder hat direkt 6 wichtige Punkte notiert – wir konnten sie praktisch alle umsetzen.“ Persönlich verbinde ihn mit Durnwalder eine große Freundschaft – „auch wenn wir vielleicht auf den ersten Blick andere Charaktere haben“.<BR /><h3> Thomas Widmann: „Ein echter Leader und Mentor“</h3><BR /><div class="img-embed"><embed id="1008062_image" /></div> <BR />„Eine Riesenkraft, ein echter Leader“, bescheinigt dem Jubilar <Fett>Thomas Widmann</Fett>, der ab 2003 unter Durnwalder Landesrat war: „Er hatte einen klaren Plan für Südtirol: Autonomie, sozialer Ausgleich.“ Durnwalder habe ein Team bilden können, alle um ihn herum miteinbezogen. „Man hat sich einerseits geschützt gefühlt, aber auch freie Hand gehabt, wenn er gesehen hat, man arbeitet in die vereinbarte Richtung“, lobt Widmann. „Sind Fehler passiert, war er ein Chef, der sich vor und hinter einen gestellt hat. Unter 4 Augen hat er dann auch gesagt: ,So nicht.‘“ Verlässlichkeit, Vertrauen, Handschlagqualität verbindet Widmann mit der Ära Durnwalder. „Für mich ist er auch ein väterlicher Freund und Mentor.“<h3> Großes Interview</h3>Vor 35 Jahren wurde Luis Durnwalder vom Landtag also erstmals zum Landeshauptmann gewählt. Aus diesem Anlass hat sich STOL-Reporter Ivo Zorzi mit dem Alt-Landeshauptmann zum ausführlichen Interview getroffen.<BR /><BR /> <video-jw video-id="NEo6vRdl"></video-jw> <BR /><BR />