Ein am Sonntag geplantes Treffen der 5-Sterne-Parlamentarier zu Beratungen über die politischen Entwicklungen, wurde auf den heutigen Montagnachmittag verschoben. <BR /><BR />In der Bewegung scheiden sich die Geister: Ein Flügel um Parteichef Giuseppe Conte drängt auf einen Austritt aus der Regierungskoalition, was zu Neuwahlen am 25. September, oder am 2. Oktober führen würde. Ein gemäßigterer Flügel um den Minister für die Beziehungen zum Parlament, Federico D'Incá, bemüht sich um einen Verbleib der „Cinque Stelle“ in der Koalition.<BR /><BR />Ein Regierungssturz würde den Reformenweg zum Stillstand führen, argumentiert D'Incà.<BR /><BR />Parteichef Conte fordert von Draghi Garantien, dass die Regierung politische Prioritäten der Bewegung wie einen Mindestlohn und den Erhalt des „Reddito di cittadinanza“ im kommenden Jahr durchsetzen werde. Conte verlangt die Umsetzung eines 9-Punkte-Programms, das die Gruppierung dem Premier bereits vor einigen Wochen vorgelegt hatte, als Bedingung für ihren Verbleib in der Mehrparteienkoalition.<BR /><BR /><b>1000 Bürgermeister appellieren an Draghi</b><BR /><BR />Mehr als 1000 Bürgermeister haben inzwischen an Draghi appelliert, im Amt zu bleiben. „Die Regierung muss weitermachen“, heißt es in einer Petition, die bis Sonntag von Bürgermeistern aus dem ganzen Land unterschrieben wurde. Draghi solle seinen Rücktritt überdenken und das Land durch die derzeit schwierigen Zeiten lenken. Die Bürgermeister unter anderem aus Rom, Florenz und Venedig kritisieren in der Petition vor allem das „unverantwortliche Verhalten“ der 5-Sterne-Bewegung.<BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/unterschriftensammlung-fuer-draghis-verbleib" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Auch Italia-viva-Chef Matteo Renzi startete eine Petition, mit der Draghi zum Verbleib aufgefordert wird. </a>Renzi hofft bis Mittwoch 100.000 Stimmen zu sammeln.<BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/regierungskrise-mehrheit-der-italiener-gegen-neuwahlen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Umfragen zufolge sind die Italiener mehrheitlich gegen vorgezogene Parlamentswahlen im Herbst,</a> ein Unikum in Italien, wo Wahlen stets im Frühjahr stattgefunden haben. Laut der vom Meinungsforschungsinstitut Izi Spa durchgeführten Enquete sind 51 Prozent der Befragten für einen Amtsverbleib Draghis mit einer anderen Koalition als der aktuellen.